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Ein letzter Gruß aus Geldersheim?

17. November 2011

Jeder, der täglich die Zeitung liest, ist ja schlechte Nachrichten gewohnt. Das Finanzloch in Europa ist mittlerweile so groß, daß auch aufgefundene 55 Milliarden darin schnurstracks verschwinden. Bewährte Regierungschefs verlassen die schwankenden Schiffe. Die Energiewende wird teuer und das Benzin noch teurer. Täglich solche Überschriften und ich muß gestehen, ich bin da über die Jahre etwas abgestumpft und erschrecke nicht mehr jedesmal. Eigentlich fühle ich mich als Abonnent des Schweinfurter Tageblatts schlicht ganz gut informiert.

Aber gestern bin ich doch etwas unruhig geworden! Biber bei Geldersheim! Gottlob nicht der Bieber, der sonst immer in der Zeitung steht, wenn in seinem Leben wieder etwas wichtiges passiert ist, so schlimm ist es nicht. Es geht um richtige Biber, die sich etwa 1 Kilometer östlich von hier an der Wern niedergelassen haben. Das war mir nicht neu, da die Wern dort direkt am Radweg nach Schweinfurt liegt und wir mit den Kindern schon oft die an- und abgeknabberten Bäume bewundert haben. „Angebibert“ ist mittlerweile sogar ein Lieblingswort meiner Kinder. Neu ist, daß die Biber jetzt einen 40 Zentimeter hohen Damm gebaut haben, nachdem Unbekannte den vorher nur 20 Zentimeter hohen Damm entfernten. Klar, daß man da als Leser unruhig wird! Und sich selbst unbequeme Fragen stellt: Wollen die Biber Geldersheim überfluten? Haben sie sich mit den Feldhamstern zusammengetan, die schon vor Jahren westlich von Geldersheim den Bau der Autobahn 71 verzögerten und die erst wichen, nachdem sie 5,8 Hektar Ausgleichsflächen zugesprochen bekamen und sich die Bauern drum herum verpflichteten, feldhamsterfreundliche Feldfrüchte anzubauen? Droht jetzt die Gefahr aus dem Osten bzw. haben uns die verbündeten possierlichen Nager in der Zange?

Zum Glück wird im weiteren Verlauf des Artikels ein Hoffnungsschimmer aufgezeigt: Der nordbayerische Bibermanager war schon hier und hat vorgeschlagen, den Biberdamm mittels Elektrozaun dauerhaft auf 20 Zentimeter Höhe zu begrenzen. Sollte der Biber allerdings an anderer Stelle aktiv werden, müsse man ihn beobachten. Und für diese Aufgabe steht der ehrenamtlich tätige Biber-Kartierer bereit!

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt! Aber ein Unbehagen bleibt. Sollte ich mich doch auch als zusätzlicher ehrenamtlich tätiger Biber-Kartierer melden? Oder sollte man die Schaffung der Stelle eines amtlich tätigen Biber-Kartierers anregen? Den Sandkasten der Kinder vorsorglich in Säcke füllen? Auf Bootbau umstellen? Bisher war dieser Herbst ja äußerst regenarm und hat uns eventuell nur deshalb vor einer Überschwemmung bewahrt…

Was auch immer geschehen wird: Sollten Sie hier vier Wochen lang nichts Neues lesen: Schicken Sie ein Boot! 🙂

Viele Grüße,

Georg Blaschke

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2 Kommentare
  1. Ulrich V. permalink

    Lern schwimmen!!!

    Grüße UVo

    • Hallo Ulrich,

      schwimmen können wir, kein Thema. Ich habe mehr Bedenken, daß meine Sachen in der Werkstatt rosten. 🙂
      Allerdings gönne ich den Bibern ihren Damm! Irgendwie sind die mir sympathisch. 🙂

      Viele Grüße,
      Georg

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