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Innenliegende Züge

21. Dezember 2011

Relativ viele meiner Rahmen haben innenliegende Züge. Das ist vor allem elegant. Technisch hat das keinen Vorteil außer das es Scheuerstellen vermeidet. Es erhöht eher das Gewicht. Und wenn es so gemacht ist, daß Wasser eindringen kann, hat es sogar Nachteile. Deshalb haben bei mir innnenverlegte Züge immer ein durchgehendes Röhrchen aus nahtlosem rostfreiem Stahl. Das hat bei der Montage den Vorteil, daß man den kompletten Zug einfach durchschiebt und daß eindringendes Wasser im Röhrchen keinen Schaden anrichten und unten einfach wieder herausfließen kann. Das relativ feste Röhrchen verstärkt zudem das Rahmenrohr, das ja durch ein Loch erstmal geschwächt wird. Deshalb verwende ich kein Messingröhrchen, auch wenn das 10 Euro pro Rohr sparen würde.

Und so entsteht ein innneliegendes Röhrchen:

Zuerst muß ein ovales Loch gebohrt und gefeilt werden, daß perfekt zum schräg eintretenden Röhrchen paßt. Je enger der Spalt, desto besser:

 

Fertig verlötet sieht es dann so aus, hier mit zwei innenliegenden Zügen in einem Rohr zu sehen:

Und fertig am Rad dann so:

Wirklich spannend wird es, wenn drei Röhrchen in einem Rohr laufen. Dann muß sorgfältig sichergestellt sein, daß sie bei der Fahrt nicht aneinanderschlagen können, das würde sich grausig anhören. Zudem ist zu bedenken, daß bei drei Röhrchen das Rahmenrohr stärker geschwächt wird. Deshalb sind die Bereiche um die Löcher herum hier noch extra verstärkt:

Und hier das Rohr von innen: Äußerst schwierig zu fotografieren, sieht man doch halbwegs die drei Röhrchen, die sich zudem noch an den Einsätzen für die Flaschenhalter vorbeimogeln müssen.

Ist alles eingelötet, kann man sich das Rohr  unterschiedlich gedreht in die Handfläche schlagen und hoffen, daß die Röhrchen nicht aneinander stoßen. Wenn doch, wird das beim Fahren wahrscheinlich auch passieren, sehr schlecht. Hier hat alles gepaßt und das Rohr kann mit den anderen weiter zum vorderen Rahmendreieck verbaut werden:

 

Dieser Rahmen wird aufgebaut zum Tourenrennrad mit Scheibenbremsen auch auf der Berliner Fahrrad Schau zu sehen sein. Und wenn alles klappt wie geplant, gleich mehrfach. 🙂 Aber dazu gibt es dann einen extra Artikel…

Viele Grüße,

Georg Blaschke

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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6 Kommentare
  1. Lukas permalink

    Hallo,

    sind die eingelöteten Rohre am Anfang angeknickt ? Das sieht auf dem Foto so aus.

    Oder sind die wie normal, spiralförmig mit konstantem Radius gebogen ?

    • Die Rohre sind an beiden Enden gebogen, in der Mitte eher gerade. Allerdings sind sie nicht geknickt, ich biege die mit einem passenden Rohrbieger. Rohre mit konstantem Radius stoßen an ihre Grenzen, wenn mehr als ein Röhrchen in demselben Rahmenrohr liegt, dann wird es schon mit geraden Rohren eng.

      Viele Grüße,
      Georg

  2. Lukas permalink

    Genau, deshalb werden die Rohre zusätzlich nicht nur längs gebogen sondern seitlich verdreht, wie eine langgezogene Schraubenfeder, dadurch entsteht ausreichend Raum für mindestens 2 Züge. Die Ein- und Ausgänge liegen dann ca. auf 90° Abstand. So gut für Speedhubzüge im Unterrohr.

    Ich hätte Bedenken, dass bei solchen kleinen Biegungen im Rohr, der Zug schwergängiger wird. Ist das komplett unproblematisch oder setzt du besondere Zughüllen oder Züge ein ?

    • Hallo Lukas,

      das Problem ist, das ich bis zu 3 Züge in einem Rohr verlegen muß und deswegen etwas eingeschränkt bin. Zudem möchte ich mich nicht auf einzelne Positionen der Ein- und Ausgänge festlegen lassen. Der Biegeradius beträgt bei mir rund 50mm, es gibt da kein Reibungsproblem. Eine übliche V-Brake hat am Umlenkröhrchen einen Biegeradius von rund 20mm, auch ohne Probleme. Ähnliche Biegeradien sind an Schaltgriffen vorhanden. Ich denke, da machst Du Dir zu viele Sorgen…

      Viele Grüße,
      Georg

  3. Lukas permalink

    Danke für die Aufklärung!

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