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Weiter geht es mit dem ersten GEBLA 20 Anniversary

16. Januar 2012

Nachdem alle Rohre noch fertig bearbeitet, penibel entgratet, angeschliffen und gesäubert wurden, kann der Hauptrahmen (oder das vorderer Rahmendreieck) geschweißt werden. Aus Gründen der Verringerung des Verzuges und der inneren Spannungen im Material selbst wird bei mir eine Verbindung nach der anderen gefertigt. Dadurch beeinflussen sie sich nicht gegenseitig. Das im Fahrradbau übliche Verfahren ist ja, das komplette Rahmendreieck zusammenzuheften (-tacken) und dann außerhalb der Rahmenlehre fertig zu schweißen. Dabei setzen sich die Verbindungen jedoch zwangsläufig gegenseitig unter Spannung, da sich Metall bei Erwärmung ausdehnt. Deshalb darf bei mir jede Verbindung erstmal wieder abkühlen, bevor die nächste geschweißt wird, während die besondere Konstruktion meiner Rahmenlehre die Ausdehnung und Kontraktion des Metalls erlaubt, ohne das Material unter Spannung zu setzen.

Allein das Schweißen der vier Hauptverbindungen dauert deshalb rund eine Stunde. Nicht aus Faulheit, sondern weil das Material es verlangt, soll es optimal verarbeitet werden. In einem englischsprachigen Rahmenbauforum hat sich vor ein paar Jahren ein amerikanischer Rahmenbauer mal gebrüstet, daß bei seinem System das vordere Rahmendreieck noch vor der Mittagspause fertig sei. Natürlich ging es da um einen Rahmen aus Standardkomponenten ohne Besonderheiten, wie ich sie eigentlich nie baue. Trotzdem würde meine Arbeitsweise das nie erlauben. Dieses vordere Rahmendreieck hier hat bisher rund zweieinhalb Tage verschlungen. Meiner Meinung nach war jede Stunde davon schlicht nötig. Irgendwann werde ich auch mal die nötige Zeit haben, den von mir seit Jahren geplanten technischen Artikel über den theoretischen Hintergrund für meine Bauweise zu schreiben. Aber vorher müssen leider noch ein paar Rahmen fertig werden. 🙂

Bis dahin gibt es erstmal Bilder 🙂 :

Wie man sieht, ist das Röhrchen für den innenliegenden Zug schon fertig nachbearbeitet:

Morgen geht es weiter mit den Kettenstreben.

Viele Grüße,

Georg Blaschke

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