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Weiter mit dem 20 Anniversary

18. Januar 2012

Sooo, nachdem der Hauptrahmen fertig ist, geht es mit dem Hinterbau weiter.

Bei beengten Platzverhältnissen am Mountainbike verwende ich gerne eckige Kettenstreben. Die erlauben es, den idealen Winkel durch Schweißen zu erreichen. Gerade bei einem 29er ist im Bereich des Tretlagers nicht viel Platz für die Streben, wenn die Kettenstreben nicht zu lang werden sollen und viel Reifenfreiheit angestrebt wird.

 

Wichtig ist auch hier wieder, die Kettenstreben beim Schweißen von Innen durch Schutzgas abzuschirmen. Dann bildet sich auch innen eine schöne Schweißraupe aus. Eine kleine Kontrolle mit der Endoskopkamera zeigt das:

Die Ausfallenden werden eingelötet und nachgearbeitet:

Und dann werden die Kettenstreben angeschweißt. Wie bei mir üblich geschieht auch das in der Rahmenlehre. Die Hinterachse kann sich in der Hauptebene des Rahmens verschieben und erlaubt so den Rohren, sich bei Erwärmung auszudehnen, ohne daß es Spannungen oder Verzug gibt.

Jetzt fehlen natürlich noch die Sattelstreben. Die sind bei diesem Rahmen etwas aufwendiger gestaltet. Der Hinterbau wird als sogenannter Monostay oder Wishbone ausgeführt, zusätzlich erhalten die Sattelstreben am oberen Ende kleine Muffen. Ein solcher Hinterbau spiegelt vom Stil her die Starrgabel wieder und erlaubt zudem die versteckte Anbringung eines Schutzbleches. Aber erstmal müssen die Muffen aus Rohrstücken und Deckelchen hergestellt werden. Natürlich erhält beides eine Fräsung:

Nachdem der Monostay angeschweißt wurde, können die Sattelstreben verlötet werden:

Auf die Ausfallenden werden noch die Edelstahloberflächen gelötet. Auch die Befestigungsaugen für die Scheibenbremse und das Schutzblech erhalten Oberflächen aus rostfreiem Stahl. Sonst würden hier unweigerlich Macken in der Beschichtung entstehen. Das wäre nicht nur unschön und könnte zu Rost führen, im Falle der Scheibenbremsen verhindert der Lack auch den präzisen Sitz des Bremssattels.

Jetzt muß der Hinterbau erstmal in das Wasserbad, um das Flußmittel abzuspülen, dann wird nachbearbeitet. Dem Rahmen fehlen jetzt eigentlich nur noch die Zugführungen für die Scheibenbremse auf der linken Kettenstrebe. Da kläre ich aber erst noch ab, welche Version gewünscht wird. Aber das kommt beim nächsten Mal.

Viele Grüße,

Georg Blaschke

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2 Kommentare
  1. Uwe Anderseck permalink

    Was für ein Flussmittel verwendet denn Georg Blaschke? Meines, ich löte auch sehr gern, geht leider nur mit vergleichsweiser Gewalt zu entfernen, es im Wasserbad anzuspülen zu können, wäre mir auch sehr lieb.

    • Hallo Uwe,

      ich benutze hauptsächlich zwei Flußmittel:
      Für Silberlot: Harris StaySilv Black Flux. Kaufe ich hier im lokalen Schweißshop, muß aber immer bei Harris Deutschland bestellt werden. Das ist das Flußmittel, das vor dem Löten dunkelbraun aussieht, bei der richtigen Temperatur wird es milchig-klar.
      Für Messinglot: LFB Flux von Fred Parr. Gibt es mittlerweile bei ceeway.com in England zu kaufen.

      Beides läßt sich relativ gut im Wasserbad entfernen.

      Viele Grüße,
      Georg Blaschke

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