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Die Ruhe vor dem Sturm…

19. Februar 2012

Hier war es in der letzten Zeit recht ruhig. Hier im blog, in der Werkstatt nämlich nicht. Aus irgendeinem Grund nähern sich die Messen doch wieder überraschend schnell. Aber das hatte ich ja schon angekündigt. Das ist immer so und liegt irgendwie in der Natur von Terminen. 🙂 Die Rahmen für die Berliner Fahrrad Schau sind bei der Firma Rockenstein zum beschichten und ich widme mich so langsam dem Messestand, den Rädern für die EHBE und natürlich mal wieder dem blog. Ich möchte ja zeigen, wie alles weitergeht.

Eine der gezeigten Gabeln von letzten Mal ist übrigens schon verbaut, das Rad ist ein Schmuckstück:

Ausgesprochen gut gelungen ist dabei die Anpassung an die Farbe des Rahmens. Das ist nicht ohne, da es sich um eine von FatChance selbst gemischte Farbe handelt, deren Zutaten nicht mehr erhältlich sind. Und ich bezweifle auch, daß sie immer so exakt gemischt wurde, wie man das aus dem Autobereich kennt. Dort ist das Voraussetzung für eine passende Nachlackierung. Hier ist es eher Können und Auge des Lackierers. Vielen Dank für das Foto, Nader!

Auch das erste GEBLA 20 Anniversary mit der Nummer 20A07 ist mittlerweile fertig, hier geht es weiter mit dem Bau:

Die Gabel wird weiter gebaut, die Segmente waren ja schon an das Schaftrohr geschweißt. Jetzt werden die Muffen fertig bearbeitet und der gravierte Deckel aufgeschweißt:

Und schon ist der Gabelkopf soweit. Wieder gut zu sehen die Gewinde für die versteckte Schutzblechbefestigung:

Die Gabelbeine werden angepaßt, alles blank geschliffen und gesäubert und dann mit Flußmittel eingestrichen. Angerichtet zum Löten:

Direkt nach dem Löten. Gut zu erkennen hier die beiden Stahlstifte, die die Gabelbeine an exakter Position im Gabelkopf halten. Dadurch spielt die Unvermeidliche Längenausdehnung beim Erhitzen keine Rolle mehr, wenn die Gabellehre das zuläßt:

Nun noch die Edelstahloberflächen für die Ausfallenden, den Scheibenbremsadapter und natürlich der Adapter selbst:

Bis auf die Nacharbeit fast fertig, aber ein paar Kleinigkeiten fehlen noch. Rahmen und Gabel bekommen noch Embleme aus rostfreiem Stahl, die die Rahmennummer beinhalten. Üblicherweise haben meine Rahmennummern das Format GB0612, wobei 0612 für die Kalenderwoche 06 im Jahr 2012 steht. Ich baue ja nie mehr als einen Rahmen pro Woche. Und üblicherweise steht die Rahmennummer unter dem Tretlager, aber bei einem 20 Anniversary sollte sie schon zu sehen sein:

Und noch ein wichtiger Arbeitsschritt darf bei diesem Rad nicht fehlen. Es ist ja ein Excentertretlager verbaut und ich habe die Tretlagerhülse nicht ohne Grund recht mühevoll selbst gefertigt. Für einen exakten inneren Durchmesser wird die Hülse noch mal auf der Fräse bearbeitet, nachdem der ganze Rahmen gebaut ist. Dadurch stimmt nicht nur das Maß, der Durchmesser wird auch exakt rund. Das ist äußerst wichtig für den satten Sitz des Tretlagers ohne Knacken und eigenmächtiges Verstellen:

Beim nächsten Mal gibt es noch ein paar Bilder des Rahmens vor dem Verschicken.

Viele Grüße,

Georg

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6 Kommentare
  1. Herta Lautenschlager permalink

    Lieber Georg,
    mit viel Vergnügen verfolge ich Deinen blog und glaube mir: der ist weit mehr wert als ein supercooler showroom! Ich stelle mir immer vor, dass auch mein Rad mit genau dieser Sorgfalt und diesem Können gefertigt wurde – ein schöner Gedanke!
    Ich kann Dir gar nicht schildern, welche Begeisterung und Hochgefühl eine Fahrt mit meinem Gebla-Rad in mir auslöst – jedes Mal. Ich hoffe, das wird sich nie ändern. Auch werd ich oft darauf angesprochen- wollte ich eigentlich gar nicht, aber dann freut es einen doch :-))
    Viele Grüsse
    Herta

    • Liebe Herta,

      wie schön, mal wieder etwas von Dir zu hören! Besonders freut mich, daß Du gerne und regelmäßig auf dem Rad unterwegs bist.
      Mit einem Showroom kann ich leider immer noch nicht aufwarten und die Werkstatt ist auch nicht aufgeräumter. Aber für viele ist das Showroom genug, weil es überall etwas zu entdecken gibt. 🙂

      Viele Grüße,
      Georg

  2. Nader permalink

    Hallo Georg,

    durch Deine tolle Arbeit und gelungene Farbmischung meines Lackierers ist dieses Yo Eddy wirklich ein Schmuckstück geworden.

    Die Gabel passt exackt zur Rahmengeometrie und bringt einen riesen Fahrspaß.

    mehr von der Gabel und Rad kann man hier sehen
    http://www.fatcogs.com/forum/showthread.php?p=17533#post17533

    Danke
    Nader

    • Hallo Nader,

      danke für den link zu den Bildern. Allerdings würde ich doch abraten, bei Schnee solche Schräglagen zu fahren. 🙂

      Viele Grüße,
      Georg

  3. hallo georg!
    jetzt ist mir klar, warum du die kompliziertesten details scheinbar mühelos lösen kannst: du übst ja schon seit 1000 jahren. 😀

    • Hallo Manfred,

      stimmt, manchmal kommt es mir so vor, als machte ich manche Sachen schon 1000 Jahre. Und wenn die Kinder einen auf Trab halten, komme ich mir manchmal entsprechend alt vor. 🙂 Oben war das Jahr 1012 aber doch eher ein Schreibfehler, ich übe erst seit 20 Jahren. Also korrigiere ich das mal. 🙂
      Übrigens sieht das hier meist mühelos aus, aber ich tue mich immer noch oft sehr schwer. Manchmal habe ich sogar das Gefühl, daß es umso schwieriger wird, je mehr man sich in eine Sache vertieft. Die ersten Erfolge sind recht leicht zu erringen, aber das letzte Quentchen ist doch die größte Hürde. Aber alles ist sehr gut zu ertragen, solange es Spaß macht. 🙂

      Viele Grüße,
      Georg

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