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EHBE 2012 Nachlese

2. April 2012

So, die EHBE 2012 ist vorbei und das Meiste schon wieder aus dem Auto geräumt und verstaut. Wie immer war es eine schöne Veranstaltung mit viel Zeit für Gespräche. Sie war kleiner als in den beiden ersten Jahren, trotzdem ist sie immer noch die Messe im deutschsprachigen Raum, auf der die meisten handwerklichen Rahmenbauer ausstellen. Warum nicht alle da sind, wird mir ein ewiges Rätsel bleiben. Natürlich zahlt es sich nicht nachrechenbar aus, auszustellen. Der Aufwand ist für einen allein arbeitenden Rahmenbauer doch relativ groß. Deshalb kann ich nachvollziehen, daß man sich aus wirtschaftlichen Gründen dagegen entscheidet. Allerdings sehe ich mich auch irgendwo in der Pflicht, Besuchern und Kunden einen direkten Vergleich zu ermöglichen. Den Vergleich zwischen den ausgestellten Rädern und Rahmen, aber auch den Vergleich der Rahmenbauer. Gute Kommunikation zwischen dem Rahmenbauer und Kunden ist extrem wichtig, um ein doch eher aufwendiges Projekt wie einen Rahmen optimal gelingen zu lassen. Nirgendwo kann man besser ausprobieren, ob man auf einer Wellenlänge liegt, als auf einer Messe, die klein genug ist, ausführliche Gespräche führen zu können. Das ist die EHBE. Sie dürfte aber durchaus ein klein, klein wenig größer ausfallen, vor allem auf Ausstellerseite. Auf der Besucherseite war ich wieder sehr überrascht, wie weite Wege wieder in Kauf genommen wurden! Auch da sehe ich mich in der Pflicht, dieses Engagement der Besucher zu honorieren, indem ich einfach da und ansprechbar bin!

Einige Besucher haben mich auch dadurch überrascht, daß sie den Weg extra auf sich genommen haben, um mich zu besuchen. Für mich ist das ein großes Kompliment und ich freue mich darüber sehr. Ein anderes Kompliment für mich war, daß dieser blog sehr ausführlich gelesen wird. Und sehr genau! So hatte ich selbst schon ganz vergessen, daß ich in einem Artikel darüber geschrieben hatte, daß ich mir für die Herstellung von Excenter-Tretlagern doch mal einen größeren Bohrer zulegen sollte. Promt bekomme ich von einem Besucher mit den Worten „Statt Blumen“ ein bleischweres rundes Etwas in die Hand gedrückt, das sich beim Auswickeln als massiver Bohrer im Durchmesser von 50 Millimetern entpuppte. 🙂 Vielen Dank dafür, ich werde hier berichten, wie gut die Arbeit damit vorangeht!

Zu sehen ist der Bohrer hier schon in meiner Werkstatt auf der Werkbank. Direkt daneben eine Flasche Rotwein, die mir der neue Besitzer des auf der EHBE ausgestellen Randonneurs bei der Abholung geschenkt hat. Auch dafür Vielen Dank!

Ein anderer Höhepunkt der diesjährigen EHBE waren sicherlich die Selberbruzzler aus Wien. Wer sie noch nicht kennt: Vor einem guten Jahr machte sich eine Gruppe von Leuten verschiedenster Profession auf, Fahrradrahmen zu bauen. Zum Spaß und ohne sich damit bisher beschäftigt zu haben. Das kann eigentlich nur schiefgehen, und so haben sie im österreichischen Bikeboard.at einen Thread gestartet: Der Selberbruzzler Thread – Eine Chronologie des Scheiterns. Allerdings muß man anmerken, daß sie ihrem Ziel doch etwas untreu geworden sind und daß die Erfolge mittlerweile deutlich überwiegen! 🙂 Schön ist zudem, daß es nicht nur in der Sache klappt, sondern daß die Selberbruzzler auch einen höchst angenehmen und selbstironischen Umgang miteinander (und sogar mit Nichtösterreichern :-)) pflegen. Das ist in Foren leider fast schon unüblich, umso mehr Spaß macht es, den thread zu verfolgen und den einen oder anderen Tip geben zu können. Nicht nur mir, sondern auch anderen Rahmenbauern wie Ulrich Vogel, Thomas Veidt und Kai Bendixen. Auch viele andere scheinen den thread gerne zu lesen, denn viele Besucher haben den Stand der Selberbruzzler gezielt aufgesucht, um sich zu informieren. Natürlich war ich tagsüber meist an meinem eigenen Stand beschäftigt, aber konnte doch zwei tolle Abende mit den Selberbruzzlern verbringen. Am zweiten Abend wurde mir und Ulrich Vogel eine besondere Ehrung zuteil, indem wir für unsere Tips im thread zu Meisterbruzzlern erklärt wurden! Als Symbole des neuen Status wurden uns zudem ein T-Shirt und eine Tasse mit entsprechendem Aufdruck überreicht! Vielen Dank! Hier ist die Tasse zu sehen, schon zum dritten mal mit Kaffee gefüllt. Nach einem Messewochenende ist die Kaffeetasse halt besonders wichtig. 🙂

Und zum Schluß: Mein allergrößter Dank gilt Indra und Ingo, die diese Veranstaltung nun zum dritten mal auf die Beine gestellt haben! Und das mehr oder weniger nebenbei und zusätzlich zu den sonstigen Mühen des Alltags. Ich würde mich freuen, auch nächstes mal wieder dabei sein zu können!

Viele Grüße,

Georg

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8 Kommentare
  1. Karl permalink

    Servus Georg,

    hat mich sehr gefreut dich (und auch Ulrich) knapp ein Jahr nach Rahmenübergabe wieder gesehen zu haben!

    lg, Karl

    • Hallo Karl,

      ja, auch mich hat es wieder sehr gefreut. Und noch mehr freue ich mich auf Deinen vierten Maßrahmen. Der ist dann ja von Dir selbst! 🙂

      Viele Grüße,
      Georg

  2. hallo georg,
    es war uns eine ehre und eine große freude, wie wir dilettanten nicht nur von dir, sondern auch den anderen profis aufgenommen wurden.
    und auch wir waren überrascht über die vielen besucher, die unser scheitern offenbar regelmäßig und genau verfolgen 😉
    die messe war eine tolle erfahrung für uns.
    liebe grüße
    manfred

  3. Hallo Manfred,

    mal davon abgesehen, daß ein freundliches Miteinander nichts damit zu tun haben sollte ob man Dilettant ist oder nicht… Ihr seid auch keine mehr! 🙂

    Viele Grüße und spätestens bis zum nächsten Jahr,
    Georg

  4. Dachte ich mir doch, daß er sich den Bohrer nur ausleihen wollte, um Unsinn zu machen. .-)

    Viele Grüße,
    Georg

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  1. EHBE 2012 « Stefan Hock's Blog
  2. Von großen Bohrern und runden Löchern « GeorgBlaschkeBikes

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