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Nummer 20 entsteht…

25. April 2012

Ich hatte neulich ja schon angekündigt, hier die Entstehung des nächsten Rohloff-Rades vorzustellen. Es wird ein 20 Anniversary werden, und zwar mit der Nummer 20. Und es wird gefedert sein, ein sogenanntes Softtail. Ich baue regelmäßig auch gefederte Räder, aber so selten, daß es auch für mich immer wieder etwas Besonderes ist. In einem Technischen Artikel auf meiner website habe ich mich etwas genauer mit den Softtails befaßt, hier soll es eher um den Bau desselben gehen.

Wie üblich beginne ich mit dem Tretlager. Und wie üblich drehe ich das Gehäuse erstmal außen und innen ab, um unnötiges Gewicht zu reduzieren. Auch zum Thema Gewicht gibt es übrigens einen Technischen Artikel. Aber dieses Gehäuse wird etwas dickwandiger bleiben, um den höheren Belastungen beim Softtail gewachsen zu sein.

Wichtig ist beim Abrehen, keine scharfen Kanten zu hinterlassen, da dies das Entstehen von Rissen begünstigen würde. Ich benutze spezielle Drehmeißel mit einem großen Radius, hier für das Ausdrehen innen:

Und es ist wichtig zu kontrollieren. Das ist innen gar nicht so einfach. Da man mit einem Meßschieber an die Stelle gar nicht kommt und zudem ein Meßschieber bei Innenmessungen immer relativ ungenau ist, mache ich das mit einem Innenmikrometer. Das ist ziemlich verläßlich. Die blau-grüne Hand ist übrigens von mir.

Die Gehrung am Sitzrohr wird gefräst:

Das Tretlagergehäuse braucht noch eine Ablaufbohrung für eventuell in den Rahmen eingedrungenes Wasser, wie üblich fräse ich ein G ein:

Alles blankschleifen und peinlich säubern und dann wird es in die Rahmenlehre montiert, damit das Gahäuse auch wirklich senkrecht zum Sitzrohr sitzt. Gehrung und Gehäuse müssen spaltfrei passen, damit es möglichst wenig Verzug gibt:

Und verschweißen:

Und jetzt wird es zum zweiten Mal speziell und man sieht, daß das kein normales Rad wird. Die beiden Laschen, die später die Lagerachse des Hinterbaus tragen, werden angeschweißt:

Während die Laschen selbst aus hochfestem Stahl sind, löte ich auf die Oberflächen wie bei meinen Ausfallenden auch rostfreie Plättchen auf. Die können später metallisch blank bleiben, Farbe würde den präzisen Sitz der Achse nur stören. Hier alles direkt nach dem Löten:

Während das Tretlager erstmal baden muß um das Flußmittel zu entfernen, widme ich mich dem Steuerrohr. Das Rad wird für eine Cannondale Headshok Gabel gebaut und erhält ein spezielles Steuerrohr dafür. Auch auf dieses gehört natürlich ein G aus rostfreiem Stahl. Auch hier das Bild direkt nach dem Löten:

Weiter geht es, wenn das Bad beendet wurde.
Viele Grüße,

Georg Blaschke

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3 Kommentare
  1. Hr Kern permalink

    Für mich bitte schon mal die Nr 13 reservieren!

Trackbacks & Pingbacks

  1. Weiter geht es mit Nummer 20 « GeorgBlaschkeBikes

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