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Der 20A02 ist fertig

25. September 2012

Nachdem dieser blog der Realität in der Werkstatt naturgemäß immer etwas hinterherhinkt, gibt es doch wieder Neuigkeiten. Der 20A02 ist fertig und der Nachbau der BigOneInch Gabel auch. Und auch noch zwei Kompletträder. Zu diesen und der Gabel aber mehr in anderen Beiträgen, sonst wird es zu viel auf einmal.

Wir waren stehengeblieben bei dem Verlöten der rostfreien Röhrchen der innenliegenden Züge. Nach dem Nacharbeiten und Säubern wird kommt alles in die Rahmenlehre. Wie immer hier gilt: Möglichst präzise und spaltfreies Einpassen vermindert Eigenspannungen und Verzug.

Jetzt wird eine Verbindung nach der anderen Verschweißt, zwischendurch dürfen sie abkühlen. Dadurch kommt es nicht dazu, daß die Erwärmung der einen Verbindung zu Verzug und Spannungen bei einer anderen führt. Voraussetzung für diese Arbeitsweise ist aber eine (sehr unübliche) Rahmenlehre, die die Ausdehnung der Rohre bei Wärme erlaubt.

Bei der üblichen Rahmenproduktion werden alle Verbindungen durch Schweißpunkte geheftet, der Rahmen aus der Lehre genommen und dann werden die Verbindungen geschweißt. Meist wird ein Stück der einen, dann der anderen, dann wieder der ersten Verbindung geschweißt usw. Das führt aber dazu, daß Verbindungen geschweißt werden, die durch die Hitze der anderen Verbindungen verspannt sind. Wenn der Rahmen gerade ist, wird er innere Spannungen haben, die in der Regel lebensdauerverkürzend wirken.

Die Vorbereitung der Kettenstreben überspringe ich, sie müssen abgewinkelt und verschweißt, die Ausfallenden eingelötet und nachgearbeitet werden. Hier ist noch ein rostfreier Kettenstrebenschutz gegen Kettenklemmer angebracht. Hier Bilder nach dem Anschweißen:

Der Wishbone für den Hinterbau wird, schon mit fertig bearbeiteten Segmenten versehen, angeschweißt. Natürlich darf hier ein gefrastes G nicht fehlen, auch wenn es später munter mit Dreck beworfen werden wird:

So, nach dem Anbringen der Sitzstreben ist der Rahmen grob fertig. Es fehlen noch Anlötteile, die Edelstahloberflächen an den Ausfallenden und ein paar Stunden Nacharbeit:

Hier die Gabel nach dem Bad, das das Flußmittel löst. Schön zu sehen wieder der graue Rostschutz auf den Stahlrohren, während die mit rostfreiem Zusatz ausgeführten Schweißnähte und die Edelstahldeckel blank bleiben:

Aber die Gabel ist noch nicht ganz fertig, sie erhält noch einen angelöteten Gegenhalter für die vordere Cantileverbremse. Ein solcher Gegenhalter verhindert ein Gabelflattern bei starkem Bremsen.  Und der schönste Rahmen macht keinen Spaß, wenn die Gabel flattert. Bei den heutigen Cyclocrossrahmen mit den extrem leichten Carbongabeln ein gängiges Problem.

Ein Edelstahlröhrchen wird für die Aufnahme eines Gegenhalters ausgefräst:

Der Halter direkt nach dem Löten:

Dann erfolgt einiges an Arbeit mit der Feile, bis alles paßt. So einen Halter, der praktisch frei im Raum steht, anzupassen und anzulöten, ist kein Spaß:

Und da ich mich davon erstmal erholen muß, gibt es die Bilder vom fertigen Rahmen erst beim nächsten mal.
Viele Grüße,

Georg Blaschke

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  1. Bilder vom 20A02 « GeorgBlaschkeBikes

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