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Wir können auch anders

4. Oktober 2012

Natürlich ist die Überschrift vom Film übernommen und auch das „wir“ stimmt insofern nicht, als daß ich alleine arbeite. Aber der Titel paßt sowohl zum gestrigen Tag der Deutschen Einheit als auch zu meinem heutigen Thema: Federung.

Es gibt nicht viele Rahmenbauer, die gefederte Rahmen bauen. Und auch größere Hersteller haben sich lange damit schwergetan, manche tun es heute noch. Einige kleine Hersteller wie Klein, FatChance oder Bontrager hat es den 90er Jahren die Selbständigkeit oder sogar das ganze Leben gekostet, weil sie nicht mithalten konnten. Sie waren immerhin so groß, daß sie keine kleine Nische mehr bedient haben. Sie waren darauf angewiesen, mehr Käufer zu erreichen. Zwangsläufig muß man dann mit den Trends gehen. Und wenn man denen nicht folgen kann oder möchte, wird es problematisch.

Mindestens in diesem Punkt hat man es als allein arbeitender Rahmebauer leichter: Man muß den Massengeschmack nicht treffen. Wobei ich nichts dagegen hätte, wollten mehr meiner Kunden ein gefedertes Rad. Immerhin habe ich vor 20 Jahren angefangen Rahmen zu bauen, weil ich ein vernünftiges gefedertes Rad haben wollte, das es damals so einfach nicht zu kaufen gab. Es war eben, bevor Federung ein Trend wurde. Sogar die Federgabel war bei Mountainbikes noch selten zu sehen.

Ein Softtail wie es auf den folgenden Bildern zu sehen gibt, ist praktisch mein Standardmodell gefederter Räder, das ich regelmäßig mal baue. Wobei es bei meinen Stückzahlen eigentlich nichts gibt, was man Standard nennen könnte. Aber wenn man gefederte Räder bauen möchte, muß man sich schon tiefergehend darauf einlassen, es steckt mehr drin als es den Anschein hat. Diese Erfahrung haben nicht nur kleine Rahmenbauer gemacht. :-)Und es schadet sicherlich nicht, daß meine Erfahrung mit dem Bau von gefederten Rädern fast soweit zurückgeht wie die Deutsche Einheit.

Wie auch immer, hier ist das GEBLA 20A13, ein Mountainbike, gebaut für den längeren Weg zur Arbeit bei passablem Wetter über ruppigere Nebenstrecken. Es hat keine volle Ausstattung mit Schutzblechen und Lichtanlage, sondern legt Wert auf gute Federung, passables Gewicht, Fahrspaß und einen Gepäckträger, der die Tasche für das Büro trägt. Da die Frage sowiso kommt: Das Gewicht des kompletten Rades beträgt 14,2 kg. Natürlich mit Pedalen, so wie es da steht. Und die Rohloff ist auch mit Öl befüllt.

Aber jetzt gibt es Bilder und auch mal wieder den Hinweis: Die Farben sehen auf den Bildern anders aus als in der Realität. Auf dem letzten unverkleinerten Bild ist es durch Hineinzoomen halbwegs zu erahnen wie schön die Farben sind. Es handelt sich um zwei Alfa Romeo Farbtöne vom Guilietta, Rosso Competitizione und Nero Etna. Das Schwarz hat minimale rote Metallicspuren, die perfekt mit dem Rotmetallic harmonieren. Die Lackierung hat wieder die Firma Rockenstein vollbracht. Vielen Dank!

Viele Grüße,

Georg Blaschke

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One Comment
  1. Robin permalink

    Super toll gworden, vor allem die Kombination von schwarzem Hinterbau und Gabel und dem leuchtenden Rot ist genial, sieht aus als würde das Rad schweben.

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