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Ordnung muß sein

7. November 2012

Es gibt unterschiedliche Arten der Ordnung. Jeder hat seine eigene, oft wird sie auch von außen vorgegeben. Ich bewundere immer Leute, die quasi eine natürliche Ordnung haben. Die legen alles an den richtigen Platz, sortieren direkt ein, was einsortiert werden muß und denken darüber nicht einmal nach. Und das alles, ohne pedantisch zu sein.

Diesem Vorbild werde ich leider nicht ganz gerecht. Bei mir liegt immer viel herum, mein Schreibtisch ist vollgepackt und es sieht chaotisch aus. Dieser Eindruck täuscht aber etwas, denn ein wenig System hat die Unordnung doch und nur sehr selten muß ich mal suchen. Aber ich arbeite auch allein, da kann ich nach Belieben walten.

Wenn mehrere in derselben Umgebung arbeiten, oder auch in einer Familie, muß man sich auf ein System einigen. Am Arbeitsplatz wird das in der Regel vom Arbeitgeber vorgegeben, in der Regel umso präziser, je mehr Mitarbeiter es gibt. Dann ist es Teil des Qualitätssicherungssystems. Eine Qualitätssicherung stellt ja vor allem sicher, daß Aufgaben von unterschiedlichsten Personen mit demselben Ergebnis erledigt werden können. Das ist auch oft eine Schwachstelle, denn praktisch muß sich jede Aufgabe an einer gewissen Durchschnittlichkeit orientieren, um von möglichst vielen Personen erledigt werden zu können. Ein Manager der Qualitätssicherung hat von mir mal gefordert, jedes Teil so zu konstruieren, daß es von einem Affen montiert werden kann. Das ist von seinem Standpunkt aus richtig, aber es schränkt die Konstruktion auch sehr stark ein. Für einen Ingenieur ist es ein Graus. Bei meinem Ein-Mann-Betrieb bin ich froh, daß ich mir auch Sachen ausdenken darf, die ein Affe nicht fertigbrächte.

Eine gewisse Problematik bei einer unaufgeräumten Werkstatt ist immer dann gegeben, wenn Besuch kommt. Zum Glück hat mein Besuch selten ein Problem damit. Aber vielleicht kommen die anderen auch gar nicht erst. 🙂 Ich hoffe, daß ich es im kommenden Jahr endlich schaffe, im ersten Stock ein Büro einzurichten, so daß man sich etwas wohlicher unterhalten kann. Aber irgendwie geht das auch in der Werkstatt ganz gut und für viele ist das spannend, weil es so viel zu entdecken gibt. Auch Jürgen Kohl, den Redaktionsleiter des SWmagaz.In , ein Magazin für die Region Schweinfurt, hat das nicht abgeschreckt. Er hat in seinem Artikel die Unordnung kaum erwähnt. 🙂 Aber er hat ja Recht, es gibt wichtigere Dinge als die Ordnung in einer Werkstatt: Zum Beispiel das, was darin entsteht. Und er konnte ja nicht wissen, daß schon ein paar Tage später zwei Paletten auf dem Hof stehen würden, mit deren Hilfe die Unordnung bald vergessen sein dürfte:

Und falls sich bei Ihrem Besuch die Ordnung noch nicht komplett durchgesetzt haben sollte, bitte ich um etwas Nachsicht. 🙂
Viele Grüße,

Georg Blaschke

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From → Fahrradwelt

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