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Noch mehr Randonneure

19. November 2012

Ich hatte ja neulich schon von den beiden Randonneuren geschrieben, die ich gerade baue. Der Zweite wird wohl morgen fertig werden, aber es gibt schon mal ein paar Bilder.

Randonneure sind eigentlich eine recht klassische Fahrradgattung, aber durch ihre Vielseitigkeit auch sehr modern. Fast schon alltäglich sind moderne Komponenten wie Scheibenbremsen. Selten aber sind Federgabeln. Aus gutem Grund: Es gibt praktisch keine vernünftigen Federgabeln, die nicht für Mountainbikes sind. Aber es gibt ja Rahmenbauer, die auch Dinge möglich machen, die es nicht gibt. 🙂

Eine meiner Standardübungen ist die Verwendung und der Umbau von Cannondale-Headshok Gabeln. Umgebaut wird aus einer Mountainbikegabel eine wunderbare Gabel für Straßenräder, die niedrige Reibung durch die Nadellager ist für den Einsatz auf der Straße perfekt. Während ich sonst nicht kleinlich bin, hier die komplette Entstehung von Rahmen und Gabeln zu zeigen, ist dies bei den Headshok-Umbauten etwas anders. Da sind schon ein paar Kniffe dabei, deren Erarbeitung durchaus aufwendiger war. Ich möchte auch vermeiden, daß solch ein Umbau vorgenommen wird, ohne sich mit der Materie zu beschäftigen. Dabei bin ich schon um komplette Zeichnungen mit Toleranzen meiner Headshok-Teile gebeten worden. Grundsätzlich finde ich es immer gut, Wissen auch weiterzugeben. Aber bei nicht mehr ganz so trivialen Teilen sollte man sich schon selbst einarbeiten, dann ergeben sich die benötigten Toleranzen und Arbeitsabläufe automatisch. Ein nicht verstandenes Nachmachen ist oft nur peinlich, aber im Falle einer Gabel lebensgefährlich.

Aber jetzt kommen die Bilder:

Die Hauptrohre sind in die Rahmenlehre eingepaßt und schon mit Anlötteilen versehen. Hier gut zu sehen das dicke Steuerrohr für die Aufnahme der Headshok Gabel. Am Unterrohr ein Eingang eines innenliegenden Schaltzuges und die verstärkte Öffnung für das Lichtkabel, das komplett bis zum hinteren Ausfallende innen liegen wird:

Eingänge für Schalt- und Bremszug auf der linken Seite:

Nach dem Schweißen:

Die Sitzrohrverstärkung:


Hier hat der Rahmen schon den Hinterbau bekommen, er ist noch warm mit Flußmittel. Es fehlen noch eine Menge Anlötteile, Steg und Ständerbefestigung.

Nicht ganz einfach herauszufinden, wo der Rahmen in Zukunft unterwegs sein wird. Aber das Edelstahlemblem zeigt den Ort. Ich hätte es übrigens vor einigen Wochen auch noch nicht gewußt. 🙂

Und hier die Gabel bzw. was davon gezeigt wird, bevor das Fahrrad fertig ist. Scheibenbremse, schlange Rohre und alle Anlötteile, die ein Randonneur braucht:

Die ganze Gabel gibt es dann im fertigen Rad zu sehen. 🙂

Viele Grüße,

Georg Blaschke

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3 Kommentare
  1. Thorsten permalink

    Ich meine ja, das Emblem schon mal gesehen zu haben. Aber nach einem gründlichen Streifzug durch Webseiten mit vielen Staats- und Regionalwappen bin ich nicht schlauer geworden… 😦

    • Oh, ich hätte nicht gedacht, daß es so schnell geht! Also in Basel bald die Augen offenhalten. 🙂

      Viele Grüße,
      Georg

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