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The Rapha Continental

20. März 2013

Vor zig Jahren hatte ich mal irgendwo gelesen, das Schöne am Radsport sei, daß man dasselbe Material fahren könne wie die Profis. Das gäbe es nicht in vielen Sportarten. Ich fand das eigentlich immer einleuchtend in der Hinsicht, daß Radfahren und Radsport eine bezahlbare Sache ist. Natürlich gibt es sündhaft teure Räder. Nun, auch die spielen in einer Preisliga, die die meisten Leute bezahlen könnten, wenn sie das denn wollten. Aber während man beim Fahrrad zum Mindesten belächelt wird, ist es völlig akzeptiert dasselbe Geld in der Aufpreisliste des neuen Mittelklassewagens zu deponieren. Eine Ausnahme ist vor allem möglich, wenn man als ernsthafter Sportler gilt, dann wird ein entsprechend teures Sportgerät im Kollegen- oder Bekanntenkreis eher akzeptiert. Dem widerspricht nicht, daß manche einen schon für einen Sportler halten, weil man mit dem Rad zum Bäcker fährt. 🙂

Was ich nicht einleuchtend finde, ist, daß man auch wirklich dasselbe Rad fahren sollte wie die Profis. Wozu? Bin ich Anfang 20, sitze täglich 7 Stunden auf dem Rad, gehe wöchentlich zur Leistungsoptimierung zum Arzt und will die Tour gewinnnen? Trotzdem werden die meisten Rennräder mit den herauszuholenden Zehntelsekunden beworben. Nur zu. Ich bin der Meinung, daß 80% der Rennradfahrer mit einem Rad mit etwas breiteren Reifen und entspannterer Sitzposition besser bedient wären. Dann dauert ihre übliche Feierabendrunde natürlich 7 Sekunden länger, vielleicht sogar eine ganze Minute. Allerdings kann man am Wochenende, wenn man Zeit hat, auch mal Strecken ausprobieren die man noch nicht kennt. Ohne Angst davor, umdrehen zu müssen, wenn sich die neue Strecke mal 2 Kilometer als Landwirtschafts- oder gar Waldweg entpuppt. Ich finde es immer traurig, wenn ich hier in der Gegend Rennradfahrer sehe, die eine Bundesstraße benutzen, obwohl es praktisch parallel viel schönere und von Autos nahezu unbefahrene Strecken gibt. Da ist halt der Asphalt nicht ganz so glatt…

Auf der Berliner Fahrrad Schau bin ich nicht mal dazu gekommen, meinen eigenen Stand zu fotografieren. Aber immerhin habe ich es bis zum Stand von Rapha geschafft, da standen nämlich auch zwei Räder, deren Rahmen von mir stammen. Allerdings stand VANDEYK auf dem Unterrohr. Eins davon gehörte zur Gruppe der Räder für das europäische Rapha Continental Team. Kurz gesagt geht es bei Rapha Continental darum, mit schönsten Rädern schönste Strecken zu fahren. Und da das auch mal Schotterstraßen sein können, haben die Rennräder breitere Reifen. Das Rapha VANDEYK hat sogar Scheibenbremsen, für ein solches Rad eigentlich ideal. Der erste Film vom europäischen Festland ist die Tour in Böhmen. Sehr schön anzusehen und dazu mit perfekt passender Musik von Mahler unterlegt. Man möchte mitfahren. Aber Regenwetter bei ein paar Grad über Null und eine äußerst lästige in Berlin eingefangene Erkältung bringen mich dann doch wieder schnell in die Realität zurück.

Doch jetzt ein paar Bilder. Mit der ungünstigen Beleuchtung und ohne Stativ sieht man nicht so wahnsinnig viel auf den Bildern. Unter dem Lack verbirgt sich ein Rahmen aus Columbus XCR.GEBLA-BFS-Rapha01

GEBLA-BFS-Rapha02

GEBLA-BFS-Rapha03

GEBLA-BFS-Rapha04

 

Der Strichcode auf der Gabel bedeutet übrigens Continental. Zur Kontrolle am Besten mal zur Kasse im Supermarkt vorfahren. 🙂

GEBLA-BFS-Rapha05

 

Hier noch ein paar Bilder der Purple Blast Collection von VANDEKY. Auch hier ist die Basis ein Stahlrahmen aus dem rostfreien Columbus XCR. Man muß das Rad aber wirklich mal vor Augen gehabt haben, um die Lackierung richtig wertschätzen zu können. Auf meinen Bildern sieht es fast langweilig aus, in echt ist es ein Traum.

GEBLA-BFS-Rapha06

GEBLA-BFS-Rapha07

 

GEBLA-BFS-Rapha09

 

Nein, das in der Mitte ist nicht wieder ein Code, das ist meine Unterschrift. Ehemalige Lehrer erinnern sich wahrscheinlich mit Grausen und freuen sich darüber, daß dieser blog nicht handschriftlich geführt wird. 🙂

GEBLA-BFS-Rapha10

Viele Grüße,

Georg Blaschke

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4 Kommentare
  1. Lukas permalink

    Das pinke Rädchen ist göttlich ! Sieht auch eher reduziert aus(was wie immer wahrscheinlich täuscht). Deine Räder sind sonst ja eher offensiv verspielt. Kommt die Lackierung auch hier von Rockenstein?

    • Das täuscht nicht, das Rad ist sehr reduziert mit innenliegenden Verstärkungen für Flaschenhalter und Kabeleinlässe usw. Sinn ist ja, daß die Lackierung stark zur Geltung kommt. Lackiert wird das von einer Spezialfirma für VANDEYK. Das macht der Designer direkt mit dem Lackierer vor Ort ab, das ist ja nicht ganz so trivial.

      Viele Grüße,
      Georg

  2. Thomas Wieling permalink

    Servus Georg,
    wie wahr was du schreibst.
    Ich bin nun seit beängstigenden neun Jahren Radkurier und habe gelernt,
    daß nicht immer schnell macht, was weitläufig als schnell angesehen wird.
    Seit gut einem halben Jahr bin ich auf einem 35er Crossreifen unterwegs und bin schneller
    denn je. Ich hab mehr Freude am fahren da die Strassenschäden nicht voll an meine Wirbelsäule weitergegeben werden und kann auch mal die Abkürzung über den Acker nehmen wenn mir danach ist 😉 und darum geht´s doch. Spaß am fahren. Schnell wird man dann von alleine.
    Egal ob Feierabendrunde oder ein 6 Stundentag als Kurier.
    In dem Sinne wünsche ich einen rad´lfreundlichen Frühling.
    Übrigens, das Purple Blast ist ein Traum.
    Liebe Grüsse,
    Thom.

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  1. Rostfreier Stahl – elektrisch geschaltet (3) | GeorgBlaschkeBikes

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