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Der Kreis schließt sich

9. September 2013

Ein Kreis ist nicht nur ein ziemlich perfektes geometrisches Gebilde, er ist auch für das Fahrrad unverzichtbar. Vorder- und Hinterrad sind selbstverständlich, meist addieren sich aber noch ein paar andere ringförmige Teile dazu. Allein eine übliche Fahrradkette hat mehr als 100 Rollen. Eine übliche Kettenschaltung hat zwei Röllchen zur Führung und zur Spannung der Kette. Und manchmal wird die Schaltung auch durch Drehgriffe betätigt, auch bei diesen sind die wesentlichen Elemente ringförmig und drehen sich um den Lenker.

Ich bin endlich mal wieder dazu gekommen, ein neues Rad auf meiner website vorzustellen, ein GEBLA 20 Anniversary. Das Rad hat nicht nur Schaltröllchen mit vollkeramischen Kugellagern von mir, sondern in gewisser Weise auch meine Drehgriffe. Mit denen sich wiederum ein Kreis schließt. Denn in den 13 Jahren, in denen ich bei SRAM Fahrradkomponenten entwickelt habe, habe ich an unterschiedlichen Dingen gearbeitet. Aber mein letztes Projekt, an dem ich gearbeitet habe, war der vor etwa einem Jahr auf den Markt gekommene Drehgriffschalter für die hochpreisigen MTB-Gruppen. Das erste Projekt, das ich für SRAM bearbeitet habe, war sein Vorgänger, der seit 1999 produziert wurde. Insofern schließt sich dort auch für mich ein Kreis. Um mich nicht mit fremden Federn zu schmücken: Ich habe bei beiden Drehgriffen nur Konzepte bis zu den ersten Prototypen erarbeitet, die weitere Arbeit haben dann Kollegen übernommen. Es macht auf jeden Fall Spaß, Teile in der Hand zu halten, an dessen Entstehung man beteiligt war. Wobei ich das auch mit jedem Rahmen, der meine Werkstatt verläßt, erlebe.  Es ist einfach sehr befriedigend, etwas zu erschaffen. Zum guten Teil erleben das auch meine Kunden, die ja über jedes Detail entscheiden können, wenn sie möchten.

Ob man natürlich Drehgriffe oder andere Schalter bevorzugt ist hauptsächlich Geschmacksache. Ich komme mit beidem gut klar und empfinde Drehgriffe höchstens als etwas intuitiver.

GEBLA-023-22

Wie oben beschrieben ist das Rad auch mit meinen eigenen Schaltröllchen ausgestattet. Wozu man eigene Schaltröllchen braucht? Man braucht sie eigentlich gar nicht, aber da es nunmal mein Steckenpferd ist, optimale und vor allem sorglose Fahrräder zu bauen, braucht man sie doch. Farbig eloxierte Röllchen aus Aluminium sind zudem einfach schön. Und damit sie gut funktionieren, sind die Zähne des unteren Röllchens für sanften Lauf der Kette beidseitig befräst und als Lager sind vollkeramische gedichtete Kugellager erhältlich. Es sind also beide Lagerringe und alle Kugeln aus Keramik, so daß auch gröbste Schlammschlachten beim Mountainbike nicht zu Rost an den Lagern führen können. So selten sind festgerostete Lager nämlich nicht.

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Übrigens ist die Lenker-Vorbau-Einheit des gezeigten 20 Anniversary Rahmens natürlich auch einzeln erhältlich. Und zwar mit den Standardlängen 105, 120 und 135mm und den Standardwinkeln 0°, 6° und 12° mit 2 Wochen Lieferzeit. Und natürlich auf Wunschmaß, was etwas länger dauern kann.

Viele Grüße,

Georg Blaschke

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One Comment
  1. Thomas Wieling permalink

    Ich fahre an allen meinen Rädern (ausser dem Downhillbike) Gripshift und das vor allem,
    weil sie einfach Sorglosteile sind. Sie schalten immer wie sie sollten und stecken auch Stürze besser weg als Trigger die sich gerne mal verabschieden.
    Gripshift forever!
    Lg, Thom.

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