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Weiter mit dem Tandem

18. Dezember 2013

Neulich habe ich in „Tandem voran“ begonnen, mal wieder den Bau eines Rades ausführlicher zu begleiten. Eigentlich hatte ich geplant, den Beitrag mit einem anderen Titel zu versehen. Wenn ich einen Beitrag beginne, verwende ich erstmal einen Titel, der mir spontan einfällt. Meist kommt mir dann beim Schreiben noch eine bessere Idee. Hier habe ich es schlicht vergessen und jetzt klingt der Beitrag nach einem Lied aus der Wandervogelzeit. 🙂 Aber im Nachhinein finde ich den Titel gar nicht so unpassend: Er beschreibt durchaus das Gefühl auf einem Tandem, wenn die Fuhre gut in Schwung ist. Da gibt es nicht viel, was einen so einfach stoppen kann.

Nicht zu stoppen ist zudem der weitere Baufortschritt, auch wenn ein Tandem deutlich mehr Arbeit macht als ein üblicher Rahmen.

Ober- und Unterrohr werden mit dem Steuerrohr verlötet:

GEBLA-Tandem-14

Die Flaschenhalterösen am Unterrohr direkt nach dem Löten:

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Die Enden der drei im Unterrohr verlegten Edelstahlröhrchen für die Schaltzüge und den hinteren Bremszug:

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Das Tretlagerrohr wird mit den Kupplungen vorbereitet:

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An einer Seite wird schon mal geschweißt:

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Die Muffen werden mit dem mittleren Rohrstück verlötet, hier direkt nach dem Löten.

GEBLA-Tandem-21

Jetzt muß alles erstmal zum Entfernen des Flußmittels ins Wasserbad und die Zeit wird genutzt, die Rahmenlehre auf Tandembetrieb umzurüsten. Eigentlich das Wichtigste hierbei ist ein großer Kontrollwinkel der Genauigkeitsklasse O. Die großen Vorteile meiner Rahmenlehre sind die Vermeidung von Eigenspannungen im Rahmen und ihre Vielseitigkeit. Dafür dauert das Einrichten etwas länger und sie ist dadurch unwirtschaftlicher als eine käufliche Rahmenlehre. Man muß eben Prioritäten setzen. Ein anderer Vorteil dieser Rahmenlehre ist ihre einfache Kontrollierbarkeit: Man kann relativ einfach überprüfen, ob die Lehre selbst gerade ist. Bei den meisten Rahmenlehren ist das recht schwierig. Für meine reichen der oben genannte und hier abgebildete Winkel und ein Lineal. Ein technisches Lineal ist praktisch ein Rechteckiger Stab, der auch wirklich ziemlich gerade ist. 🙂 Das ist nicht selbstverständlich: Irgendein Stab aus dem Baumarkt ist krumm. Wie krumm, ist eine andere Frage, aber gerade die Dinge, mit denen man andere kontrolliert, sollten selbst möglichst perfekt sein.

GEBLA-Tandem-22

Aber genug des Toleranz- und Kontrollwahns, bald wird wieder gebaut. 🙂

Viele Grüße,

Georg Blaschke

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