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Yes yes, it´s very special. Just try.

18. Januar 2015

„Yes yes, it´s very special. Just try.“ – Wenn man das zu hören bekommt ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, daß man im Ausland vor einem unbekannten Gericht sitzt und probieren darf bzw. soll. Womöglich die lokale Spezialität. Es kann also Vorsicht angebracht sein und wenn es die Höflichkeit erlaubt, sollte man sich nach den Zutaten und der Verarbeitung erkundigen. 🙂 Wer nicht im diplomatischen Dienst ist, kann die Grenze da nach seinem Geschmack ziehen. Wenn mich zum Beispiel ein Ameisenbär zum Schmause einladen würde, würde ich höflich eine Kriechtierallergie aus dem Hut zaubern. 🙂 Mit dem Wissen um die Zutaten wäre das „Just try.“ in diesem Fall für mich keine Option.

Beim Fahrrad gibt es einen ähnlichen Mechanismus. Auch da gibt es viele unterschiedliche Spezialitäten, wenn man sich so durch das Internet klickt. Vieles davon sieht durchaus lecker aus. Aber auch da sollte man sich nach Zutaten und Verarbeitung erkundigen. Als Fachmann hat man es da leichter, da sieht man meistens von außen, was drinsteckt. Manchmal kann es einen da nur schütteln, offensichtlich hat da wieder mal jemand das „Just try.“ wörtlich genommen und probiert einfach aus, ohne vorher viel nachzudenken. Hauptsache speziell.

Auch meine Räder zeichnen sich dadurch aus, daß viele Dinge daran speziell sind, oftmals nur bei diesem einen Rad realisiert. Aber ich würde meine Grenzen immer weit vor einem „Just try.“ ziehen. Wenn man sich die Mühe macht, kann man vieles schon entsprechend durchdenken, mit bestehenden Lösungen vergleichen, berechnen und bewerten, so daß es eben kein Versuch mehr ist, sondern der Bau eines Einzelstücks, das funktioniert.

Tandems sind bei mir eigentlich immer solche Einzelstücke. Ich baue ja sonst schon keine Rahmen in Serie, aber Tandems sind noch viel seltener. Neulich ist ein Rahmen fertig geworden, der mittlerweile schon benutzt wird. Hier die Bilder aus der Werkstatt:

Der Rahmen ist Ersatz für einen vorhanden, der mittlerweile einen Riß aufwies. Nach dem vorhandenen Rad wurde die Rahmengeometrie den Fahrern besser angepaßt, es war vorher ein regelrechter Spacerturm nötig.

GEBLA-Tandem28

Das 44mm Steuerrohr erlaubt die Verwendung der vorhandenen 1-1/8″ Gabel, schließt aber auch einen Gabelwechsel auf einen tapered Schaft nicht aus.

GEBLA-Tandem29

Der Rahmen ist bewußt schlicht gehalten, auf große Dekore wurde verzichtet. Ein Tandem ist auffällig genug.

GEBLA-Tandem30

Stabile Montageplatte aus hochfestem Stahl für einen Zweibeinständer hinten unter dem Tretlager. Oben die Strebe für das Schutzblech.

GEBLA-Tandem31

Spezielle Ausfallenden mit Aufnahmen für einen Anhänger.

GEBLA-Tandem32

Leicht geschwungene Sattelstreben.

GEBLA-Tandem34

Hier nochmal die Ausfallenden mit Zugführung für eine Rohloff Nabe.

GEBLA-Tandem35

GEBLA-Tandem36

Es geht auch weiter mit Tandems. Das nächste wird auf der Berliner Fahrrad Schau im März zu sehen sein. Und das wird very special. 🙂

GEBLA-Contestandem02

GEBLA-Contestandem03

GEBLA-Contestandem04

Viele Grüße,

Georg Blaschke

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2 Kommentare
  1. Andre permalink

    Noch ein GEBLA für R-Getriebe mit Scheibenbremse und interner Ansteuerung …

  2. Hallo Andre,

    na, ganz so speziell dann doch nicht. 🙂 Bei 200er Bremsscheiben wird das dann auch sehr, sehr knapp.
    Im letzten Sommer hatte ich aber noch ein zweites Rad mit Scheibenbremse und interner Ansteuerung gebaut, auch mit Abstandhalter aus Titan.

    Aber es wird noch spannend mit dem Tandem. 🙂

    Viele Grüße,
    Georg

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