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It takes two…

15. Februar 2016

Keine Angst, der Titel täuscht: Sie erwartet keine süßliche Nachlese des gestrigen Valentinstages. Sie haben nicht nur die wochenlange Werbung, sondern auch den Tag selbst glücklich überstanden.

Es geht eher um schnöden Rahmenbau und einen Tag, den ich am liebsten übersprungen hätte. Es passiert zum Glück selten, aber manchmal eben doch, daß man schlicht falsch mißt. Gestandene Heimwerker kennen vielleicht die böse Falle mit den ersten 10cm des Maßbandes bei einer Abstandsmessung, Metaller eher die einzurechnenden 10mm bei großen Meßschiebern. Bei mir sind es die einzurechnenden 10mm der Achsen in den unterschiedlichen Lehren zum Bau von Rahmen und Gabel.

Klar, daß es bei einer besonders aufwendigen Gabel für eine Headshok-Federung passiert. Wenn schon, denn schon. Also bauen wir halt zwei Gabeln… Beide sehr schön geworden, leider hat nur die zweite die richtige Länge.

 

GEBLA-eSpeedRandonneur20

Schön zu sehen am folgenden Bild sind die unterschiedlichen Wandstärken der Gabelbeine für eine auf Scheibenbremse ausgelegte Gabel. Da, wo die Ausfallenden in die Gabelbeine eingelötet sind, sieht man um das messingfarbene Lot herum gut die halbmondförmige Stirnfläche der Gabelbeine. Auf dem Bild ist deutlich zu sehen, daß das rechte Gabelbein eine größere Wandstärke hat, um die höheren Belastungen durch die Scheibenbremse gut zu verkraften.

GEBLA-eSpeedRandonneur19

An den Ausfallenden fehlen natürlich noch die gravierten Edelstahloberflächen und auch das Anlötteil für die Scheibenbremse. Kommt noch, es geht halt alles nicht so schnell, wenn man unnötigerweise gleich zwei Gabeln bauen muß…

Viele Grüße,

Georg Blaschke

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4 Kommentare
  1. Hans permalink

    Ich finde diese Fatty-Umbauten sehr interessant. Wäre es denn eigentlich möglich, eine Werks-Fatty derart umzubauen, dass man sie für 29″-Räder nutzen kann, z.B. durch eine Verlängerung der Ausfallenden? Leider scheint Cannondale diese tolle Gabel mehr oder weniger auslaufen zu lassen und bietet von Hause aus nur eine 26″-Version an, die auch mehr oder weniger technisch in die Jahre gekommen ist.

    • Die Headshok Gabeln sollte man nicht einfach verlängern. Letztlich sind sie auf eine bestimmte Gabellänge ausgelegt und eine längere Gabel würde die Bauteile höher belasten.
      Aber generell hat eine Headshok Gabel eine recht große Länge, da der Freiraum bis zur Gabelkrone auch komplett eingefedert voll erhalten bleibt. Das ist gut für die Schutzblechmontage, aber schlecht für 29er oder irgendwelche Plus-Varianten. Wenn es sich nicht gerade um einen sehr großen Fahrer handelt, haben diese Räder sowieso schon ungünstig lange Gabeln, was durch die nöigen kurzen Steuerrohre zu hohen Belastungen des Rahmens und manchmal schlicht dazu führt, daß man den Lenker gar nicht tief genug montieren kann. Cannondale setzt bei längeren Federwegen und 29er und Co deshalb sinnvollerweise auf die Lefty.
      Als Straßengabel ist das Headshok System aber nach wie vor das Maß der Dinge.

      Viele Grüße,
      Georg

  2. Andi B. permalink

    Vielen Dank für dieses unglaublich sympathische Statement! Dass auch Profis Fehler machen, ist eine Sache. So offen darüber zu sprechen, ist eine ganz andere. Hut ab!

    • Der Unterschied beim Profi ist halt, daß trotzdem noch eine gute Gabel dabei herauskommt.:-) Was die Sache eigentlich umso schlimmer macht, denn die Gabel ist gut aber nutzlos. Ich muß sie mir zur ständigen Warnung und Erinnerung sichtbar aufhängen. 🙂

      Viele Grüße,
      Georg

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