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Wir konnten die Performance des Rahmens um 17% steigern!

11. Oktober 2016

Tja, so ein üblicher Satz aus der Werbung klingt ziemlich unsinnig, wenn er mal für sich allein steht. Zum Glück ist das menschliche Gehirn nicht nur leistungsfähig genug um zu lesen, sondern es kann über solche Dinge spielend hinweglesen, ohne den Leser an der Sinnlosigkeit solcher Sätze verzweifeln zu lassen. Trotzdem bleibt wahrscheinlich im Unterbewußtsein irgendetwas hängen, was dann mit dem Produkt verbunden wird und deshalb wird eben so geworben. Mir wäre das zu peinlich. Was ist das überhaupt, die Performance?

Es ist ja in Wirklichkeit viel komplizierter, ein Rahmen existiert nicht für sich allein. Da hängen nicht nur zahllose Teile dran, um ein Fahrrad zu werden. Vor allem sitzt da jemand drauf, damit es ein Radfahrer wird. Oder eine Radfahrerin, wie in diesem Fall. Ich hatte neulich in Der Ferrari und der Golf schon darüber geschrieben, wie vorteilhaft es für den Rahmenbauer ist, zu wissen, wer später auf dem Rad sitzen wird. Denn dann kann man abschätzen, wie der Rahmen am sinnvollsten auszulegen ist. Die Performance in einem Bereich zu steigern, erfordert üblicherweise Kompromisse in anderen Bereichen: Zum Beispiel wird der leichteste Rahmen üblicherweise nicht auch gleichzeitig der robusteste sein.

Dazu kommt auch die Geometrie: Die Anpassung an den Körper und den Geschmack, was das Fahrverhalten und die Sitzposition angeht. Diese Anpassung bezieht natürlich die Laufradgröße mit ein. Gerade bei Mountainbikes hat man in den letzten Jahren das Gefühl, daß der Wechsel der Laufradgrößen eher vom Marketing getrieben war. Jetzt scheint es sich bei 27,5″ einzupendeln, damit die Hersteller nicht von jedem Modell auch noch mehrere Varianten mit unterschiedlichen Laufradgrößen produzieren müssen. Denn die 29er waren doch für viele schlicht zu groß. Für den Rahmenbauer sind die vielen erhältlichen Laufradgrößen dagegen ein Vorteil: Man kann für den jeweiligen Kunden die optimale Größe auswählen.

Auch beim Rennrad sind bei kleinen Rahmenhöhen die üblichen Laufräder mit 28″ schnell zu groß. Dann werden die Kompromisse bei Kettenstrebenlänge und Steuerrohrwinkel recht groß und das Rad fährt sich unnötig behäbig. Dieses Tourenrennrad hat deshalb Laufräder mit 26″. Zudem alles, was man für ein vielseitig zu nutzendes Rad benötigt: Die Rohloff Speedhub sorgt für wenig Wartungsaufwand und Verläßlichkeit, auf die Scheibenbremsen ist Verlaß auch bei schlechtem Wetter, zudem erlauben sie die Nutzung von breiteren Reifen als Felgenbremsen. Der minimalistische Gepäckträger ist genau das, was man für ein Paar Ortlieb-Taschen braucht. Die Verbindung zwischen den Campagnolo Schalthebeln und der Speedhub wird selbstverständlich durch eine Rohbox hergestellt. Den Rest erzählen die Bilder…

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Viele Grüße,

Georg Blaschke

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9 Kommentare
  1. Hallo Georg,
    tolles Rad, tolle Farbe, auf den ersten Blick fällt die kleinere Laufradgröße gar nicht auf. Dieses Rad ist die beste Werbung für den Gang zum Rahmenbauer, das gibt es einfach nicht von der Stange.
    LG
    Manfred

  2. Steffen permalink

    Tolles Rad und tolle Farbe. Das mit dem Edelstahlschriftzug hätte ich auch gern so.

    Grüße
    Steffen

  3. Gerd permalink

    Da hat mal wieder einer das Rad neu erfunden.
    Schappoh:

  4. Tolles Fahrrad!

    Nur noch ein paar Fragen dazu:
    – warum hast auf Campagnolo Hebel gesetzt? (und nicht SRAM, nur interessehalber)
    – warum vertikale Ausfallenden, bei horizontalen hättest du dir doch den Kettenspanner „schenken“ können
    – was ist das für ein Halter am Hinterrad? Für Hinterradpacktaschen? Ist das ein gekaufter oder Eigenbau? Sieht interessant aus!

    Gruß
    Andreas

    • Hallo Andreas,

      die Campagnolo Hebel sind ideal für kleinere Hände. Rein technisch hätte ich vollhydraulische SRAM Hebel empfohlen, aber die sind für kleinere Hände schon sehr groß. Allerdings muß ich sagen, daß ich von der halbhydraulischen TRP HY/RD Scheibenbremse sehr angetan bin, die funktioniert wirklich gut. Sieht auch die Kundin so.
      Horizontale Ausfallenden und Scheibenbremsen beißen sich etwas, weil man das Hinterrad extrem penibel ausrichten muß, damit die Bremse nicht schleift. Zudem ist der Ausbau des Hinterrades fummeliger. Bei meinen Rohloff Ausfallenden fällt das Hinterrad praktisch in die korrekte Position, die Drehmomentstütze richtet sich selbst aus. Und bei Bedarf fällt das Hinterrad ruckzuck heraus. Und so ein Kettenspanner ist nicht das hübscheste Teil am Rad, aber macht die Sache sehr wartungsarm.
      Der hintere Gepäckträger ist natürlich ein Eigenbau. Im Grunde ein Gepäckträger reduziert auf das, was man für zwei Ortliebs oder ähnliche Taschen wirklich benötigt. Zudem muß man fast zweimal hinsehen, um ihn zu sehen. Dadurch sieht das Rad mehr nach Rennrad aus als nach Reiserad. Man muß halt im Einzelfall gucken, was man möchte.

      Viele Grüße,
      Georg

  5. Wolfgang permalink

    Super schönes Fahrrad!

    Ein Frage habe ich allerdings. Was ist das für eine Kurbelgarniur? Kann ich auf dem Bild nicht so recht erkennen, Sieht aber super aus!

    Hruß,

    Wolfgang

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  1. Der Herbst | GeorgBlaschkeBikes

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