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Ist das jetzt 650B oder 27,5″?

9. April 2017

In den letzten Jahren gab es durchaus Bewegung bei den Laufrädern. Bei Mountainbikes scheint sich nach dem Ausflug zu den 29ern jetzt 27,5″ als Standardmaß zu etablieren. 29″ war eben doch für viele zu groß. Bei Rennrädern gibt es breitere Felgen und Reifen, dazu wird die Radgröße 650B gängiger. 650B ist, salopp gesagt, 27,5″ mit schmaleren Reifen.

Wichtig für den Radfahrer ist eigentlich dabei nur, daß es mehr Auswahl gibt. Die Auswahl sollte sich nach Einsatzzweck und Körpergröße richten. Eine gewisse Portion Skepsis sollte immer vorhanden sein, wenn einem irgendeine Größe als das Nonplusultra schlechthin verkauft werden soll. Es ist eben ein Unterschied, ob man 165cm oder 195cm groß ist, da sollte die Laufradgröße schon halbwegs zur Rahmengröße passen.

Für einen Rahmenbauer ist das zum Glück kein Problem, man hat bei jedem Rahmen die Wahl. Hier möchte ich einen Randonneur mit 650B Laufrädern vorstellen, von dem ich neulich schöne Fotos bekommen habe. Wie die Staubschicht und die Bremsscheiben verraten, wurde das Rad schon ordentlich benutzt. Das freut mich am allermeisten.

Ein Hingucker an dem Rad ist sicherlich der vordere Gepäckträger für die Lenkertasche. Sowas gibt es auch von der Stange, aber passend gemacht ist er nochmal leichter und steifer und kann auf unnötige Verschraubungen zur Einstellbarkeit verzichten. Er nutzt zur Befestigung die Schutzblechbefestigung unter dem Gabelkopf und die Anlötösen des Lowriders. Die Kabel für Vorderlampe und Rücklicht laufen innen und er ist komplett aus rostfreiem Stahl. Und da man auf Einstellmöglichkeiten verzichten kann, ist er mit 250 Gramm nicht mal schwer.

Mir bleibt da hauptsächlich, Gute Fahrt zu wünschen. Und die Bilder zu zeigen:

Viele Grüße,

Georg Blaschke

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2 Kommentare
  1. Wojciech Pischinger permalink

    Hallo aus Wien!
    Ich steige gerade vom Bike ,nach einem heftigen Regenguss, froh dass ich einem Radrucksack mit zusätzlichem Regenschutz habe (Digitalkamera drinnen)…heftige Windhiebe an der Donau rissen mir mehrmals beinahe den Lenker aus der Hand ..und ich überlege mir gerade:a) wie wasserdicht dieser schicke Koffer sein kann…oder b): was eigentlich dafür spricht einen Gepäckträger mit schwerer Last ausschließlich vorne zu montieren-bessere Lenkbarkeit? Aber vielleicht gibt es dafür einen Grund und nur ich plädiere weiterhin Stuhr für einen Gepäckträger PRIMÄR hinten…
    lasse mich aber gerne belehren…
    Schöne Grüße
    Wojciech Bertl Pischinger

    • Hallo Herr Pischinger,

      es gibt da keine eindeutige Antwort.

      Aber selbstverständlich gibt es wasserdichte Lenkertaschen, auch die Gilles Berthoud ist da nicht schlecht. Im Zweifelsfall sollte man aber sowiso immer den alten Reiseradlertrick anwenden, alles noch zusätzlich in Plastiktüten zu verpacken.

      Auch zur Last ausschließlich vorne gibt es unterschiedliche Ansichten. Propagiert wird das in letzter Zeit stark durch Bicycle Quarterly, eine Zeitschrift aus den USA, die sich schwerpunktartig mit den klassischen französischen Randonneuren und deren Übertragung in die heutige Welt beschäftigt. Ich sehe nicht alles so wie BQ. Vor allem sind viele der damaligen Lösungen aus den vorhandenen Möglichkeiten heraus entstanden, nicht unbedingt, weil sie das Optimum darstellen. Selbstverständlich ist die vorne transportierbare Last irgendwo limitiert, wer also mehr transportieren möchte, kommt um hintere Gepäckträger gar nicht herum. Trotzdem kann es sinnvoll sein, Last nur vorne vor allem in Packtaschen am Lowrider zu transportieren. Bei sehr leichten und flexiblen Rahmen fährt sich das im Wiegetritt besser. Damals hatten die Rahmenbauer bei den durch Muffen vorgegebenen Rohrdimensionen gar keine andere Möglichkeit, als relativ flexible Rahmen zu bauen. Damals waren aber auch die Fahrer 10cm kleiner und 10kg leichter als heute. Und ja, die Deutschen sind nochmal größer und schwerer. Ob also ein damaliger Rahmenbauer in der heutigen Welt genau dieselben Rahmen wie damals bauen würde, wage ich zu bezweifeln. Wobei das nicht ausschließt, daß auch heute noch jemand, der die richtige Größe, das richtige Gewicht, den richtigen Fahrstil und den richtigen Gepäcktransportwunsch mitbringt, mit einem solchen Rad gut zurechtkäme. Die Autoren von Bicycle Quarterly sind ja entsprechende Leute und dementsprechend gut klappt das. Etwas vorsichtiger als die Autoren wäre ich damit, das auf alle anderen Radfahrer dieser Welt zu übertragen. Dafür ist die Welt nun doch zu groß.

      Viele Grüße,
      Georg Blaschke

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