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Der Original GEBLA Reifen-Humidor

3. Mai 2017

Gleichermaßen Segen und Fluch bei einem Rad vom Rahmenbauer ist, daß man sich alles aussuchen kann. Oder auch muß. Zum Beispiel die Größe der Laufräder. Noch vor ein paar Jahren hatte ein Mountainbike 26 Zoll Laufräder, praktisch alle anderen Erwachsenenräder 28 Zoll. Heute gibt es bei allen Rädern die Laufradgrößen 26″, 27,5″ bzw 650B und 28″ bzw 29″. Das macht es nicht unbedingt einfacher und für erhebliche Ungewißheit sorgt die Frage, wie es denn weitergeht. Vor allem werde ich gefragt, ob man noch 26″ wählen sollte, wo das doch bald ausstirbt und es keine Ersatzteile mehr geben wird.

Ich rate eigentlich immer dazu, die Größe vor allem nach der Körpergröße und nach dem gewünschten Fahrverhalten auszuwählen. Es ist völlig unsinnig, sich als kleinere Person ein Rad mit 28″ oder 29″ Laufrädern zu wählen. Dann hat man vielleicht in zehn Jahren eine größere Auswahl an Ersatzteilen, ist aber zehn lange Jahre ein unvorteilhaftes Rad gefahren! Falls es überhaupt so ist, daß es dann weniger Ersatzteile für 26″ geben sollte. Der Bestand an Rädern mit der Größe ist so groß, daß sich kein Reifen- oder Felgenhersteller den Ersatzteilmarkt entgehen lassen wird. Andersherum ist es ähnlich: Momentan ist bei Randonneuren die Laufradgröße 650B sehr angesagt. Die ist historisch entstanden, um bei vorhandenen Rennrahmen breitere Reifen fahren zu können. Dazu mußten die Felgen kleiner werden. Es ist schön, diese Laufradgröße heute wieder als zusätzliche Möglichkeit zu haben. Aber wenn man 1,90m groß ist, sollte man vielleicht doch eher 28″ Zoll wählen. Als die Größe 650B entstanden ist, waren die Menschen durchschnittlich 10cm kleiner als heute, auch das sollte man bedenken.

Manche raten schon dazu, sich mit Ersatzteilen wie Felgen und Reifen zu bevorraten, um gerüstet zu sein, wenn Laufradgrößen aussterben sollten. In gewissem Rahmen kann das sicherlich sinnvoll sein, wenn man bestimmte Lieblingsteile hat. Felgen sind praktisch unbegrenzt lagerfähig und nicht allzu teuer, da bietet sich das an. Bei Reifen wird das schon schwieriger, die müssen vernünftig gelagert werden. Da kommt mir doch gleich die passende Idee:

Der Original GEBLA Reifen-Humidor!

Natürlich sorgt der original GEBLA Reifen-Humidor für die ideale Temperatur und Feuchtigkeit, schädliche UV-Strahlen werden abgehalten. Aber der Originale GEBLA Reifen-Humidor eröffnet ganz neue Möglichkeiten! Endlich können Sie ihre Freunde zu einem gepflegten Tasting einladen, auch wenn Sie keinen Whisk(e)y oder Gin mögen. Öffnen Sie den Original GEBLA Reifen-Humidor und genießen Sie erst einmal den frischen Geruch gut gelagerten Gummis. Dabei kann man schon mit theoretischem Wissen glänzen: Unterschiedliche Kautschuksorten, Anbaugebiete, der Einfluß der Rindenritzmuster auf die Qualität des Rohkautschuks, auch die Bestimmung der Güte und Anzahl der Baumwollfäden der Karkasse, die Wichtigkeit des Reifenprofils natürlich. Dann nimmt man einzelne Reifen aus dem Original GEBLA Reifen-Humidor heraus und befühlt die griffige Oberfläche, erlebt durch sanftes Biegen die unerreichte Flexibilität der ägyptischen Baumwolle und durch intensives Schnüffeln das Aroma eines ausgesuchten Jahrgangskautschuks. Ja, da spürt man regelrecht, daß die Kautschukzapfer Mokassins aus Hirschleder trugen, um den Urwaldboden nicht zu verdichten! Wie bitte? Ihr müßt schon gehen? Müßt morgen früh raus? Schade, gerade wo es interessant wird…

Viele Grüße,

Georg Blaschke

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9 Kommentare
  1. Gibt’s in deinem Humidor auch ein Abteil für Reifen aus Bio-Kautschuk und Bio-Baumwolle mit der entsprechenden Feuchtigkeit, Temperatur und Lagerung auf frischem Klee?

    • Hallo Max,

      das wird nur beim Tasting verraten! 🙂
      Der lehrreiche Vortrag über die Vorzüge des Original GEBLA Reifen-Humidors dauert nur kurzweilige 84 Minuten.

      Viele Grüße,
      Georg

  2. ich glaube ja, hier hat jemand zuviel Schutzgas beim Rahmen schweißen eingeatmet! 😉

    • Hmm, das bringt mich doch gleich auf eine andere Idee:

      Das Schlauchreifen-Kleber Tasting!

      Zum Höhepunkt des Abends wird der gute alte von Clement gereicht, der noch mit Benzin verdünnt wurde. Traumhaft…

      Oder ein EPO Tasting? Für die Ambitionierten?

      Viele Grüße,
      Georg

  3. Thomas Veidt permalink

    Top! Wichtig ist auch, „Geheim!“ drauf zu schreiben :-).
    Wie groß ist der Humidor denn nach hinten raus? Ich habe da kürzlich einen größeren Posten Original Panaracer Smoke von Guylaine abgestaubt, die drohen trocken zu werden…

  4. Steffen Dietze permalink

    Spitzenidee! Würde gern mal zum Tasting vorbeikommen. Kann man dort eigentlich alte Reifen auch wieder auffrischen? Ich könnte da noch ein Paar Klassiker (Panaracer Timbuk II), welche aus nostalgischen Gründen hier unter unwürdigen Lagerbedingungen vor sich hin vegetieren, für Versuche zur Verfügung stellen.

    Viele Grüße
    Steffen

    • Hallo Steffen,

      Timbuk II unbedingt zum Tasting mitbringen! Ich war zwar mehr der Farmer John Fahrer, aber Sinn des Tastings ist es ja auch, Neues kennenzulernen…

      Viele Grüße,
      Georg

      • Steffen Dietze permalink

        Hallo Georg,

        der Farmer John war noch leicht vor meiner Zeit, als ich mein erstes MTB kaufte waren schon deutlich ausgeprägte Seitenstollen üblich. Meine Timbuk II sind ja auch erst knapp 25 Jahre jung. Bring ich gern mit, warte ja eh sehnsüchtig auf einen Termin.

        Viele Grüße
        Steffen

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