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Froschwanderung

20. Mai 2018

Nun, einen ausgewachsenen Randonneur mit Fröschen in Verbindung zu bringen könnte man schon despektierlich nennen. Aber erstens kann man momentan zum Beispiel bei einer Radtour diese Tierchen allerorten hören. Zweitens haben Umfragen ergeben, daß 84 Prozent aller Laubfrösche von der Farbe des vorzustellenden Randonneurs begeistert sind und drittens sind es bei den Grasfröschen sogar sagenhafte 96 Prozent.

Auch wenn damit klar sein sollte, daß mir die Farbe gut gefällt: So ein Fahrrad hat ja auch innere Werte. Über den Rahmen brauche ich wahrscheinlich gar nicht viele Worte zu verlieren: Alles, was ein Randonneur bieten sollte, ist vorhanden, auch Gepäckträger und Lowrider sind vorgesehen. Teil des Systems ist ein vorderer Gepäckträger aus rostfreiem Stahl, an dem auch die Lampe montiert ist und der eine wunderschöne vordere Gepäcktasche aufnimmt. Von der ich leider kein Bild habe, aber vielleicht ändert sich das noch. Das Sitzrohr ist aus rostfreiem Stahl, die Geometrie mit horizontalem Oberrohr und gebogener Gabel ist gewollt traditionell.

Geschaltet wird elektrisch mit der neuen Shimano Ultegra DI2. Manche empfinden das als Widespruch an so einem klassisch anmutenden Rad, aber ich sehe das nicht so. Ich baue ja keine Räder für ein Museum, sondern für die Leute, die gut und gerne damit fahren sollen. Dazu gehört für mich, sinnvolle Technik zu verwenden. Das muß nicht immer der letzte Schrei sein: Ein guter Stahlrahmen ist nach wie vor ein tolles Stück Technik. Ein aktueller Carbonrahmen ist sicherlich leichter, aber bietet für seinen Nutzer in der Summe seiner Eigenschaften nicht unbedingt mehr Nutzen. Bei der DI2 ist definitiv gegeben, daß sie gut funktioniert, für mich die wichtigste Eigenschaft. Sie ist hier mit einem hinteren größten Ritzel mit 36 Zähnen kombiniert, damit deckt die Übersetzung einen sehr großen Umfang ab, nicht unwichtig für ein ausgesprochenes Touren- und Langstreckenrad.

Der früher unter dem Vorbau platzierte Connector sitzt jetzt viel besser aufgehoben im Lenkerende. Dort wird auch einfach mit USB aufgeladen.

 

Zur Langstreckentauglichkeit gehört bei einem Randonneur natürlich auch eine solide Lichtanlage. Ein guter Nabendynamo und LED-Lampen vorne wie hinten sind ja zum Glück mittlerweile Stand der Technik.

Bei diesem Rad ist als Besonderheit noch der Anschluß eines USB-Laders vorgesehen. Der steckt dann in der Tasche auf dem vorderen Gepäckträger und wird bei Bedarf einfach eingesteckt. Hier zu sehen sind die vorbereiteten Stecker:

Noch ein paar Bilder:

Die Lackierung stammt übrigens von Gerrit Hardtke alias CycleArt Berlin.

Noch mehr vom Rad zu sehen gibt es auf meiner website.

 

Viele Grüße,

Georg Blaschke

 

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7 Kommentare
  1. Peter permalink

    Hallo Georg,

    ein schönes Rad, eine schöne Farbe!
    Und wie man sieht, eine gelungene Symbiose zwischen klassischer Mechanik und moderner Elektronik. Wobei mir als ITler Fahrräder am liebsten sind, die komplett ohne Strom fahren. Aber auch meine Lampe hat Bluetooth und mit Karbidlampe möchte heute keiner mehr fahren.

    Wenn ich es richtig sehe, haben „meine“ Reifen eventuell „abgefärbt“.
    Deshalb zu den Compass ein Update:
    Obwohl die Reifen nach den einschlägigen Webseiten mehr Watt verbrauchen als die vorher am Edelstahl verbauten Contis, laufen Sie gefühlt leichter.
    Muss man nicht verstehen, ist aber so. Aber wie gesagt: gefühlt.

    Gruss Peter

    • Hallo Peter,

      es muß ja nicht schlecht sein, wenn Reifen abfärben. 🙂
      Mit den Watt ist das natürlich so eine Sache. Ein vermehrter Komfort ist in all seinen Auswirkungen natürlich nicht meßbar, aber wenn der Körper dadurch auch bei längeren Strecken fitter bleibt, kann das mehr ausmachen als ein Verlust bei der reinen Reibung.
      Im Grund so ähnlich wie in den 90ern mit der Federung, die beim MTB auch erstmal gefühlt langsam macht. Davon redet heute keiner mehr, der Gewinn ist einfach deutlich größer. Allerdings sind auch die Strecken andere geworden, die gleichen das wieder aus. 🙂

      Letztlich muß man es für sich ausprobieren, womit man besser fährt. Das Gefühl ist da manchmal ein besserer Ratgeber als eine Tabelle einer Fachzeitschrift…

      Viele Grüße,
      Georg

  2. Uli Stuermer permalink

    Wow, was für ein schönes Rad!
    Könnte glatt der große Bruder von meinem GEBLA sein, das fährt auf 650B-Rädern.

    Ich kann Peters Meinung zu den Compass Reifen nur bestätigen, ich habe sie jetzt als 26er und 650B ausprobiert und kann sagen, diese Reifen sind genial.

    Dadurch, dass sie so samtfüssig rollen, kommt es einem vielleicht langsamer vor, aber ich glaube nicht, dass sie wirklich langsamer sind als Rennradreifen.

    Außerdem kann man auf den Waldautobahnen hier im Odenwald richtig Spaß haben.

    Auch schön, vor allem wenn es klassisch ausehen darf ist der Hetre von Grand Bois. WIrd auch von Panaracer hergestellt, gibt es auch mit roter Lauffläche.

    Grüße
    Uli

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