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Mutig Mutig

28. Mai 2018

Es gibt ja Dinge, die man tunlichst vermeiden sollte. Ein Wechsel der Kette am Vorabend vor einer wichtigen Veranstaltung gehört zum Beispiel dazu. Die Chance, das die neue Kette dann mit dem schon benutzen Ritzel oder Zahnkranz nicht funktioniert und überspringt, ist einfach zu groß. Erst recht sollte man natürlich kein neues und unerprobtes Rad für ein Rennen oder eine wichtige Veranstaltung einsetzen. Und dann noch mit nagelneuem Ledersattel? Tja, meine Kunden sind leider notorisch mutig und machen es regelmäßig trotzdem. Der grüne Randonneur von neulich ging direkt am Folgetag auf ein Brevet, bei dem gefühlt die von mir bisher im Jahr gefahrenen Kilometer an einem Tag abgehandelt wurden. Der dunkelgrüne Randonneur von diesem Wochenende wurde direkt nach Hause in das schöne Thüringen geradelt, auch das sind gut dreistellige Kilometer. Dieses Vertrauen macht mich sehr stolz, aber immer auch etwas nervös. Zum Glück bin ich bei der Montage sowieso äußerst pingelig, anders geht es nicht.

Ach, Sie kennen den dunkegrünen Randonneur von diesem Wochenende noch gar nicht? Dann soll sich das ändern, es geht um das Rad mit der Glückszahl 17. Das ist nämlich doch noch mal fertig geworden und mittlerweile zuhause angekommen.

Hier ein paar Bilder. Erst einmal ein ganz normaler Randonneur, allerdings mit ein paar Besonderheiten. 🙂

Die Frontlampe ist hängend unter dem Vorbau angebracht, die Lichtkabel verlaufen innen im Gabelschaft.

Da jedes Rad bei mir ein Einzelstück ist, sind Sonderwünsche generell machbar. So wie hier die Initialen am Sitzrohr und auch eine spezielle Gestaltung der Sattelmuffe mit Sitzrohrmüffchen. In der Sonne sieht das Dunkelgrün Metallic besonders schön aus. Übrigens eine alte Porsche-Farbe.

Auch der Gepäckträger weist eine Besonderheit auf: Zwei Klemmbereiche für Ortlieb Satteltaschen, so daß man hinten je nach Bedarf Back- und Frontroller fahren kann.

Der Lowrider ist für die kleineren Frontroller ausgelegt.

Endlich habe ich mal daran gedacht, die Montage der Kleinteile für einen steckerlosen SON Nabendynamo zu fotografieren. Auch dort sind wie bei mir üblich die Kontaktflächen lackfrei in rostfreiem Stahl ausgeführt.

Und so sieht die Außenseite aus.

Fast hätte ich es vergessen. 🙂 Das Rad schaltet mit einer Rohbox. 🙂

Viele Grüße,

Georg Blaschke

 

P.S. Es haben mich auch Bilder von der Heimfahrt erreicht:

 

Die Firma Rockenstein kennen viele meiner Räder, bevor sie überhaupt das erste Mal gefahren werden. 🙂

Dazu der Kommentar:

„Hallo Herr Blaschke,

hier noch ein paar höherwertige Bilder von unterwegs inkl. einem „Spezialbild“. 🙂 Das Rad macht immer noch Spaß, würde es bei Verlust genauso nochmal bauen lassen. Läuft sehr gut und ist doch noch gut wendig, so wie ich es wollte. Der Sattel ist übrigens für einen uneingefahrenen Ledersattel sehr bequem.“

Mehr kann ich mir nicht wünschen…

Viele Grüße,

Georg Blaschke

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7 Kommentare
  1. Steffen Dietze permalink

    Wenn ich mir die letzten Beiträge hier so anschaue, fällt mir Henry Ford ein: Ein Randonneur darf jede Farbe haben, solange sie grün ist – oder so ähnlich. Recht hatte er. 😉

    Grüße
    Steffen

  2. Adalbert Michelic permalink

    Nun, ich kann die Idee das Rad gleich mit einer langen Reise abzuholen gut nachvollziehen. Ich habe selbst auch grosse Lust mit ein paar Ortlieb-Taschen und einem one-way Ticket bepackt nach Geldersheim zu reisen und mir (m)ein neues Rad abholen. Bedenken, dass mich die (Fahrrad)Technik im Stich laesst, haette ich keine 🙂

  3. Jochen permalink

    Gefällt mir mal wieder sehr gut. Vielen Dank fürs liebevolle Einstellen der Fahrräder auf den Blog, ich komme immer wieder gerne vorbei.
    Wo liegt das Rad denn bitte gewichtsmäßig? Und die Kosten interessieren mich auch, gern auch per Mail.

    • Steffen Dietze permalink

      Eine Preisdiskussion ist wahrscheinlich nicht besonders zielführend, da eben alle Räder Einzelstücke sind. Aber die Grundpreise für den Rahmen und viele Extras stehen ja auf der Website und waren bei mir dann auch so. Dazu kommt dann der Preis der jeweiligen Komponenten. Die bekommt man im allgemeinen nicht so günstig wie bei einem Großserienrad, wo der Hersteller oft größere Rabatte bekommt. Den genauen Preis für das Gesamtrad weiß ich gar nicht, da ich viele Teile über einen längeren Zeitrum selbst gekauft habe. Der Montagepreis war dann sehr fair. Aber man kann ja auch selbst montieren. Da das gezeigte Rad recht edel ausgestattet ist, ist der Preis natürlich auch recht hoch. Man sollte sich einfach für alle Komponenten zusammen ein realistisches Preislimit setzen und dann entsprechend auswählen. Herr Blaschke ist bei der Wahl sicher gern behilflich.

      Das Gewicht inklusive Flaschenhalter, Klingel und Fahrradcomputer beträgt ca. 15,8 kg. Das ist nicht superleicht, das war aber auch nicht das Ziel. Auch hier kann man durch induviduelle Ausstattungswahl was machen: Innenverlegte Züge, spezielle Sitzrohrmüffchen, Logos u.ä. erhöhen das Gewicht und sind für die Funktion nicht notwendig. In meinem Fall kommt noch dazu, dass Felgen und Reifen eher robust sind und zusammen schon ca. 3 kg. wiegen. Auch da kann man noch deutlich sparen, ohne dass gleich alles zusammenbricht. Wenn wirklich minimales Gewicht angestrebt wird, kommt man mit eine hochwertigen Kettenschaltung aber immer besser weg als mit einer Rohloff.

      Viele Grüße
      Steffen

  4. Georg Baum permalink

    Was für ein schönes Rad, und eine nicht minder schöne Beschreibung dazu!
    Bedenken, damit direkt eine längere Strecke zu fahren, hätte ich nicht, ich glaube, da würde auch bei mir der Drang überwiegen, das Rad sofort gründlich auszuprobieren.

    Viele Grüße
    Georg

  5. Jochen permalink

    Hallo Steffen, vielen Dank für die Information. Ich wünsche weiterhin viel Spaß mit dem Rad!
    Viele Grüße
    Jochen

Trackbacks & Pingbacks

  1. Grüner wird´s nicht… | GeorgBlaschkeBikes

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