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In den hohen Norden

13. Januar 2019

Regelmäßig warne ich ja davor, sich mit einem neuen Rad auf große Reise zu begeben. Aber natürlich hört niemand auf mich. Das kann ich verkraften, als Familienvater ist man das ja gewohnt. Vielleicht liegt es auch daran, daß für viele meiner Kunden eine normale Tour ist, was bei mir schon als Reise eingestuft wird. Auf jeden Fall ist es von hier nach Norwegen ganz schön weit, auch wenn ein Teil der Strecke von Zug und Schiff übernommen wurden.

Aber tatsächlich mußte dieses mal eine Bremse entlüftet werden. Keine besonders große Sache und eigentlich fast üblich, wenn man sich so durch die Foren liest, aber trotzdem ärgerlich. Am meisten wahrscheinlich für mich selbst. Ich bin grundsätzlich kein kleinlicher Mensch. Aber das ändert sich deutlich, wenn es um Fahrräder geht. Da bin ich durchaus penibel. Teilweise allerdings aus purer Faulheit: Ich habe keine Lust, an einem Fahrrad regelmäßig herumzuschrauben oder -putzen. Damit das funktioniert, muß es halt am Anfang perfekt sein. Daß diese Perfektion nicht immer erreicht werden kann, zeigt dieses Beispiel. Also vielleicht doch meine Warnung ernst nehmen. 🙂

Aber nun zum Rad. Es ist ein Randonneur mit Rohloff und Scheibenbremsen. Auf den Bildern unten fehlen noch der vordere Scheinwerfer und der USB-Lader. Ein USB-Lader erlaubt das Laden von Smartphone, Navigation oder einem ähnlichen Gerät mit dem Dynamo unterwegs. Das kann für längere Reisen, bei denen nicht regelmäßig eine Steckdose zur Verfügung steht, sehr hilfreich sein. Es gibt da unterschiedliche Lösungen, hier verwendet wurde ein in das Steuerrohr eingebauter Forumslader mit Pufferakku, technisch momentan die leistungsfähigste Lösung. Für den Pufferakku ist eine gewisse Steuerrohrlänge Voraussetzung und der Einbau ist etwas kniffelig, aber machbar. Kombiniert ist das Ganze noch mit einem steckerlosen SON-Nabendynamo.

Die Farbe kommt mal wieder durch Kamera und Monitor nicht recht zur Geltung, wie oft bei komplizierteren Farben. Es ist eine dunkelgrüne Lasur über Metallic-Silber, was besonders in der Sonne vielschichtiger aussieht als hier im blog.

 

Gepäckträger und Lowrider sind aus rostfreiem Stahl beim Rahmen auch das Sitzrohr und die rechte Kettenstrebe.

Am oberen Ende des Gabelschaftes sieht man noch den fehlenden Deckel, dort wird dann noch der Forumslader eingesteckt. Auch die vordere Lampe fehlt noch, beides wurde erst bei der Abholung montiert.

Der Lowrider.

Eine Rohloff-Nabe mit Kettenspanner ist eine sorglose Kombination.

Am hinteren Gepäckträger Befestigungspunkte für große und kleine Ortlieb-Taschen. An den Sitzstreben sind hier auch die Anlötgewinde für ein Rahmenschloß zu erkennen.

Die rostfreie Kettenstrebe und der Kettenspanner.

Der hintere Gepäckträger.

Alle Bohrungen für die Lichtkabel sind durch aufgelötete rostfreie Scheiben verstärkt.

Die Rohbox, die das Betätigen der Rohloff-Nabe mit Schaltbremshebeln am Rennlenker erlaubt.

Noch fehlt der vordere Scheinwerfer.

Der Schriftzug ist aufgelötet.

Die Lasur zeigt jedes Detail des Metalles unter den Farbschichten.

In Nahaufnahme der steckerlose SON Dynamo. Auch unter der Kontaktplatte ist das Ausfallende, das selbst aus hochfestem Stahl ist, mit einer rostfreien Oberfläche versehen.

Viele Grüße,

Georg Blaschke

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From → Rahmenbau, Rohbox, Rohloff

2 Kommentare
  1. Adalbert Michelic permalink

    Das mit der Bremse war eigentlich nicht so schlimm. Als ich da zu dem Schild „Achtung, Steigung 12%, 2km“ und bei der Bremsprobe merkte, dass die Hinterbremse wirklungslos ist, hatte ich kurz mal einen „Hoppala, was mach ich denn jetzt“-Moment, aber im Endeffekt gings dann eh gut. Ich hab dann auf der Abfahrt einfach ein paar Stopps eingelegt, um die Vorderbremse abkuehlen zu lassen. Die der Gelegenheit hat die vordere Bremsscheibe auch eine schoene Anlassfarbe bekommen 🙂 2 Stunden spaeter bin ich dann an einem Fahrradladen vorbeigekommen, wo man mir die Bremse entlueftet hat.

    Dass auf der Reise potentiell was passieren kann, das meine Plaene nachhaltig stoert, war mir bewusst, und ich war auch bereit, die Reise im Notfall einfach abzubrechen.

    Hats aber nicht gebraucht, mit dem Rad hat bis jetzt auch alles wunderbar funktioniert. Einen platten Reifen musste ich vor ein paar Tagen flicken, und die Kette brauchte ein bisschen Oel – ansonsten gabs nix weiteres mit der Mechanik. Das Rad funktioniert einfach wunderbar 🙂

    Ich bin uebrigens unbelehrbar – ich wuerde das mit Abholung wieder genauso machen.

    • georgblaschke permalink

      Mein Glück, daß Sie das locker sehen und das nichts passiert ist. 🙂 Und daß jetzt alles läuft…

      Viele Grüße,
      Georg Blaschke

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