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Corona Update

25. Juni 2020

Tja, manchem ist es schon aufgefallen, daß hier alles noch etwas langsamer als sonst abläuft. Das hängt vor allem mit den Zeiten des Virus zusammen. Zum Glück betrifft mich das rein arbeitstechnisch kaum, da ich ja sowieso meistens alleine vor mich hinarbeite. Aber mit Kindern im allerbesten Schulalter ist der Rhytmus doch etwas anders: Seit Mitte März gab es für meine Kinder bisher 5 bzw. 3 Tage (in Worten: TAGE) analogen Schulunterricht. Digitalen Unterricht auf Unterrichtsstunden heruntergebrochen ähnlich viel. Zumindest Digital hätte ich im Land der Laptops und Lederhosen mehr erwartet.

Daß analoger Unterricht aus virologischer Sicht problematisch ist, ist klar. Aber auch hier muß man sich die Frage stellen, wofür eine erhöhte Ansteckungsrate in Kauf genommen wird. Zumindest die Wirtschaft in Schweinfurt kann sich nicht beklagen: Vor dem „Trinkstüble“ und ähnlichen Lokalitäten sitzen schon seit Wochen die im Lockdown arg dehydrierten Mitbürger gerne auch während der Unterrichtszeit in den Vormittagsstunden, um Flüssigkeit aufzufüllen und durch Inhalation verschiedener Kondensate dem Erreger den Weg in die Lunge wenig schmackhaft zu machen.

Wahrscheinlich haben sich die dort Sitzenden schon ein neues Auto gekauft, wie Herr Aiwanger ganz richtig vermutete. Klar, denn für die Rückfahrt wird vermutlich der Spurhalteassistent benötigt. Zumindest in Bayern kann ein gestandenes Mannsbild ja so zwei Maß vertragen und dann noch Auto fahren, wie der ehemalige Ministerpräsident Beckstein ja schon darlegte. Hoffen wir mal, daß das neue Auto dann auch selbständig Fußgänger und Radfahrer erkennt und selbstätig bremst…

Also gut, ich will mich nicht weiter beklagen und sehe ein, daß auch im Land der Bildungsbürger die Wirtschaft Vorrang haben muß und versuche, fleißig vor mich hinzuarbeiten. Deshalb habe ich heute auch neue Bilder gemacht, die ich hier beim nächsten mal vorstellen möchte.

Viele Grüße,

Georg Blaschke

From → Fahrradwelt

2 Kommentare
  1. Benjamin Quest permalink

    Kinder haben eben keine Wahlstimme, zahlen keine (Einkommens-)Steuern und sind als Wirtschaftsfaktor nur dann relevant, wenn sie ihre systemrelevanten Eltern vom Arbeiten abhalten. Und systemrelevant waren Fahrradläden und Werkstätten auch erst beim zweiten Nachdenken im Autoland Deutschland. König Fußball öffnet vor allen Kitas und beim Homeschooling vertiefen sich die Bildungsklüfte zwischen arm und reich unschön weiter. Es gibt scheinbar keine Knappheit an traurigen Wahrheiten …

    Aber es gibt auch Lichtblicke: derzeit komme ich aus der Büroteilzeit oft nur schleppend nach Hause; es sind einfach zu viele Radler unterwegs! Und plötzlich erscheinen breite „Pop-up“ Radwegabschnitte auf zuvor zwei- und jetzt eben einspurigen Straßen. Jetzt bräuchte man nur noch einen Spur_BE_halteassistenten, der die neue Radinfrastruktur auch Post-Corona beibehält, denn so gerne ich mit dem Graveleur „heize“, trödeln unter Gleichgesinnten ist mindestens genauso schön.

    • georgblaschke permalink

      Ja, die Radlervermehrung ist tatsächlich schön. Wobei das hier schon wieder deutlich zurückgegangen ist, während des Lockdown war es sehr deutlich. Da war eben nicht viel anderes erlaubt. Und Schweinfurt ist dann eben doch nicht München. 🙂 Hier gilt es schon als Erfolg, wenn nach mehreren Jahren Planung, Verschiebung und schließlichem Umbau eine enge Einbahnstraße durch eine weiße Markierung auch in der Gegenrichtung für Radler erlaubt wird. Immerhin eine Verbesserung, nachdem die Innenstadt jahrelang von Ost nach West für Radfahrer nur schiebend durchquert werden konnte…
      Daß es unterschiedliche Bedürfnisse gibt und für viele Fußball wichtig ist und selbiger auch eine starke Lobby hat, ist sicherlich so. Wenn man sieht, was da alles in die Wege geleitet wurde, um das „Sommermärchen“ möglich zu machen… Wobei, man sieht es ja nicht, weil die Aufarbeitung ja versickert ist.
      Ich glaube, was mich am meisten erschüttert hat, ist, wie viel im Schulunterricht in Coronazeiten von einzelnen Lehrkräften abhängt. Ich habe da auch von sehr guten Beispielen gehört, so ist es nicht. Aber es fehlt ein irgendwie organisierter Mittelweg, der allen Kindern Struktur gibt. Wenn man Pech hat, hat man halt Pech…

      Viele Grüße,
      Georg

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