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Ein Rad auch für rauhe Touren

10. August 2020

Komisch an der heutigen Welt ist ja, daß es vor allem im Netz von Patentrezepten nur so wimmelt, die Welt aber eher verworrener, vielschichtiger und suchender wird. Allem Gerede, Geposte und Getwittere zum Trotz gibt es eben weder die einzig richtige wissenschaftliche Weltanschauung noch den ultimativen Weg zum Glück.

Selbst bei einem so profanen Ding wie einem Fahrrad ist alles nicht so einfach. Neulich hatte ich hier ein Rad als besonders komfortabel gepriesen, heute stelle ich wieder eins vor, allerdings mit komplett anderem Ansatz. Es kommt eben immer darauf an. Letztendlich erarbeitet man als Rahmenbauer zusammen mit dem Kunden ein Rad, das dann gebaut wird. Eigentlich gemein, daß man als Kunde nicht nur einiges an Geld bezahlen, sondern auch noch mitarbeiten muß. Allerdings wird dann auch das Ergebnis besser sein. Vielleicht kann man es mit der Gesundheit vergleichen: Natürlich ist ein langes Wochenende in der Wellnessoase eine tolle Sache und man wird mal so richtig verwöhnt. Nachhaltiger für die Gesundheit ist es aber wahrscheinlich, ein Vierteljahr lang zwei mal die Woche eine schöne Runde Rad zu fahren. Und dann am besten dabei zu bleiben. Aber es ist auch anstrengender…

Wie auch immer, für mich ist Rahmenbau weniger der tatsächliche handwerkliche Bau eines Rahmens, sondern eine gute Lösung für viele schöne Stunden im Sattel zu finden und umzusetzen.

Bei diesem Rad waren aus Komfortgründen Laufräder mit 26 Zoll und breiten Reifen gesetzt, dazu eine Sitzposition, die an einem vorhandenen Rad sehr ausgiebige Touren ermöglicht. Kombiniert werden sollte das Ganze mit einem schlichten und eher unauffälligem, aber zeitlosen Auftreten. Na ja, so richtig unauffällig ist das Rad nicht geworden, auf jeden Fall nicht für jemanden, der sich ein wenig auskennt. Aber für zeitlose schlichte Eleganz sorgt auf jeden Fall schon mal die Farbe, ReflexSilber kombiniert mit Schwarz. Schutzbleche und Gepäckträger sind hier auch schwarz lackiert, die originalen schwarzen Schutzbleche von Gilles Berthoud sind Schwarz Matt, das hätte nicht so richtig gepaßt. Leider ist es wieder einmal schwierig, die Farbe gut zu fotografieren.

Was soll ich sonst noch schreiben… Ich lasse lieber mal Bilder sprechen…

 

Der Gepäckträger ist selbstverständlich mit den rostfreien Aufhängepunkten für Packtaschen ausgestattet.

Alle Züge sind innen verlegt, optisch schlichter geht es nicht.

Der für die hohe Lenkerposition nötige lange Spacer ist ein dünnwandiges Rohr, das in Rahmenfarbe lackiert wurde.

Es kommt selten vor, aber manchmal verbaue ich noch eine Rohloff Nabe mit originaler Schaltbox, keiner Rohbox. Für einen MTB Lenker ist der Drehgriff von Rohloff nicht die schlechteste Lösung.

Das Lichtkabel ist im Gepäckträgerholm verlegt, die nötigen Löcher durch rostfreie Scheiben verstärkt.

Demnächst geht es weiter mit dem Tandem. Oder mit einem anderen Thema, wir werden sehen.

Viele Grüße,

Georg Blaschke

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