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Steckachsen

5. Januar 2022

Zuerst einmal möchte ich Ihnen ein Gutes Neues Jahr wünschen! Ich denke, wir können es alle brauchen…

Ich hatte mich hier vor rund drei Jahren schon einmal mit Steckachsen befaßt. Beim erneuten Lesen des Textes gibt es nicht so wahnsinnig viel hinzuzufügen. Außer vielleicht, daß Steckachsen auch bei Rennrädern, Crossern und Gravelbikes mittlerweile tatsächlich Standard sind. Das war ja vorauszusehen, da sie beim Rahmenmaterial Carbon durchaus sinnvoll sind. Bei nicht ganz optimal gebauten Rahmen aus Metall auch.

Technisch gesehen funktioniert bei einem gut gemachten Rahmen aus Metall beide sehr gut, Steckachse wie Schnellspannachse. Bei meinen Rahmen waren die Anlageflächen für Nabe wie Bremse immer schon rostfrei und blank, so daß sich eine präzise Einbauposition ergeben hat. Vor allem bei dick lackierten oder pulverbeschichteten Rahmen drückt sich die Beschichtung mit der Zeit weg und die Bremse schleift. Ist dann unter der Beschichtung kein rostfreies Metall, bildet sich eben Rost. Beides ungünstig. Da eine Steckachse keine hohen Klemmkräfte erzeugt, taugt sie auch für beschichtete Oberflächen. Medizinisch gesehen verhindert sie die Symptome, beseitigt aber nicht die Ursachen.

Natürlich achte ich auch bei meinen Rahmen und Gabeln für Steckachsen darauf, daß alle Anlageflächen und auch die Gewinde aus rostfreiem Stahl bestehen. Zudem lege ich Wert darauf, daß die Ausfallenden vergleichsweise zierlich bleiben. Stabil sind sie eh, da sie aus hochfestem Stahl gefertigt sind.

Da mir neulich aufgefallen ist, daß ich meine Steckachsausfallenden hier noch nie vorgestellt habe, möchte ich das hiermit nachholen.

Das hintere rechte Ausfallende für eine Shimano Di2 Kettenschaltung. Das Loch in der Kettenstrebe ist für das Kabel, das zum Schaltwerk führt.

Die Aufnahmen für den hinteren Bremssattel der Scheibenbremsen. Es wird der Standard der vorderen Bremse verwendet. Damit kann man nicht nur problemlos die Scheibengröße wechseln, er ist bei Rahmen aus Metall etwas dezenter und leichter. Die Abstützungspunkte liegen weiter auseinander und können selbst leichter sein, weil sie von oben verschraubt werden.

Die Auflageflächen für den Bremssattel sind relativ groß, so daß sich eine gute Abstützung ergibt. Und ja, natürlich bestehen sie aus rostfreiem Stahl.

Die rechte Kettenstrebe ist aus rostfreiem Stahl und kann unlackiert bleiben. Gerade bei ruppiger gefahrenen Räder kann die Kette sonst auch mal Macken verursachen. Früher wurden bei Rennräder deshalb gerne die Kettenstreben, Ausfallenden, der ganze Hinterbau oder gar der ganze Rahmen verchromt. Heute bevorzugt man, auch auch Gründen des Umweltschutzes, rostfreien Stahl.

Auch das hier zu sehende „Dach“ innen an den Ausfallenden, daß für leichten Einbau des Hinterrades sorgt, ist selbstverständlich aus rostfreiem Stahl.

Das Gewinde für die Steckachse ist bei diesem Rahmen auf der linken Seite, da die verwendete Gabel dies so vorgegeben hat. Es ist aber genauso gut möglich, das Gewinde auf der rechten Seite zu haben.

Die relativ leichte verwendete Kettenstrebe ist an der Unterseite für die Scheibenbremse verstärkt.

Viele Grüße,

Georg Blaschke

One Comment
  1. Robin permalink

    Wie immer sehr informativ und sehr verständlich dargestellt.

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