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Feuchtkalt

4. Oktober 2017

Jetzt kommt ja wieder die Jahreszeit, in der man sich als Radfahrer wünscht, nicht so temperaturempfindlich zu sein. Auch eine gewisse Resistenz gegen Feuchtigkeit wäre ganz gut. Tja, wer weiß, was uns die Gentechnik noch so alles bringt, aber momentan sieht es da schlecht aus.

Am Fahrrad kann man allerdings einiges tun, um es tauglicher für die schlechte Jahreszeit zu machen. Wartungsarme Komponenten, gute Schutzbleche und dann noch ein Rahmen aus rostfreiem Stahl, damit erspart man sich schon einiges. Wobei auch ein Rahmen aus rostfreiem Stahl etwas Pflege erhalten sollte: Ein öliger Lappen und ab und zu etwas Möbelwachs tun auch ihm gut. Denn erstens sind die Beanspruchungen durch das Straßensalz erheblich und zweitens sind die Lötstellen nicht ganz wartungsfrei. Sie werden an der Oberfläche gern grünlich grau. Den Schweißverbindungen macht das Straßensalz weniger aus.

Übrigens gibt es bei rostfrei und rostfrei durchaus Unterschiede. Heutige Rahmenrohre sind aus härtbaren Stahlsorten, früher gab es auch Rahmenrohre aus nicht härtbarem „Besteckstahl“. Das ist nicht unbedingt schlechter, aber die nötigen größeren Wandstärken machen die Sache schwerer. Auch meine rostfreien Ausfallenden werden deshalb aus härtbarem rostfreien Stahl hergestellt, damit sie nicht schwerer sein müssen oder weniger stabil wären.

Rostfrei hin, rostfrei her, Bilder her:

Optisch sieht das Rad nach 27,5 Plus und MTB aus, aber die Größe täuscht. In Wirklichkeit ist es ein relativ kleines Rad mit 26 Zoll Laufrädern und gut 50mm breiten Reifen. Damit kann man auf Touren jeden Untergrund fahren und in der Stadt auch mal einen Bordstein rauf.

Die Spezialausfallenden können mit Aufnahmen für einen BobJak Anhänger versehen werden.

Der Schriftzug auf dem Unterrohr besteht aus einzelnen aufgelöteten Buchstaben.

Die Schutzbleche sind übrigens auch aus rostfreiem Stahl und von Gilles Berthoud. Ich halte die nach wie vor für die Besten. Hier sind sie schwarz pulverbeschichtet.

Rennlenker und Rohloff, das schreit förmlich nach einer Rohbox. 🙂

Die halbhydraulischen Scheibenbremsen haben einen etwas festeren Druckpunkt als rein mechanische Bremsen.

Der Gepäckträger verfügt über aufgelötete Edelstahl-Aufhängepunkte für die Packtaschen. Das Rücklicht kann direkt an die Streben geschraubt werden.

Viele Grüße,

Georg Blaschke

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5 Kommentare
  1. Berthold Bless permalink

    Hallo Herr Blaschke, ein schönes Rad. Worin besteht denn der Vorteil von halbhydraulischrn Scheibenbremsen?

    • Natürlich hat jede Variante von Scheibenbremsen Vor- und Nachteile.
      Bei den Halbhydraulischen ist die Umsetzung der Seilkraft in die Kolbenbewegung eben hydraulisch und damit sehr reibungsarm (verglichen mit einer mechanischen Umsetzung). Reibungsarm ist bei einer Bremse eigentlich immer gut, da es erstens die Bremskraft erhöht und zweitens die Bremse besser dosierbar macht. Der Nachteil gegenüber einer vollmechanischen Bremse ist die höhere Komplexität, es kann schlicht mehr kaputtgehen. Ein Vorteil gegenüber vollhydraulischen Systemen ist die große Auswahl an Bremshebeln. Bei obigem Rad war das wichtig, da die Campagnolo Veloce Hebel günstig für kleinere Hände sind.
      Mittlerweile gibt es von Campagnolo auch vollhydraulische Scheibenbremsen, da habe ich neulich den ersten Satz für die Rohbox modifiziert.

      Viele Grüße,
      Georg Blaschke

    • Benjamin Quest permalink

      Ich liebäugelte selbst mit dieser Bremse. Der Vorteil der spezifischen Bremse hier ist, dass der hydraulische Teil angeblich das Nachstellen der Bremsbeläge „automatisch“ übernimmt, wie das vollhydraulische Scheibenbremsen auch machen. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Bremskörper an sich kaum (hydraulische) Wartung braucht (also kein Entlüften etc.) und der mechanische Seilzug einfacher zu Warten/Auszutauschen ist. Insgesamt ist die Wartung der Bremse also (angeblich) auch für Normalsterbliche ohne Handbuch gut zu meistern.

  2. Adalbert Michelic permalink

    Das mit der Feuchtigkeitsresistenz ist eigentlich nur Gewöhnungssache. Ich fahr mehrmals wöchentlich mit dem Rad zur Arbeit, mittlerweile ist mir das Wetter eigentlich ziemlich egal. Was noch am ehesten stört ist starker oder böiger Gegenwind mit Regen kombiniert, das kann ziemlich eklig sein. Vor allem wenn die Temperaturen nur mehr knapp überm Gefrierpunkt sind. Ansonsten – nass werd ich sowieso – entweder von innen, oder von aussen. In der Arbeit kurz unter die Dusche, und alles ist wieder vergessen.

    Am Anfang hat mir vor den nassen/kalten Tagen noch ziemlich gegraut, aber das hat sich nachdem ich es ein paar Mal gemacht habe, schnell gelegt. Mit der Zeit kommt Routine und man weiss welche Kleidungsschichten für welche Temperaturen passen. Bei starken Minusgrad kommt dann noch eine Schicht Fettcreme ins Gesicht.

    Mehr Sorgen macht mir bei dem Wetter meine derzeitige Fahrradtechnik. Der Umwerfer vorne setzt sich gerne mal mit allerlei Schmutz fest und hinten lässt sichs nur schwer so einstellen, dass alle Gänge klaglos schaltbar sind.

  3. Andre G permalink

    Sehr, sehr schick!

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