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Grüner wird´s nicht…

Zum Glück muß ich nur selten Autofahren. Es ist nicht so, daß ich ungern Auto fahre, es geht mehr um das müssen und um den Zeitpunkt. Morgens im Berufsverkehr kann es schon eine Plage sein. Da fehlt doch vielen die Gelassenheit, wenn es an der Ampel losgeht, um dann dreihundert Meter doch wieder vor der nächsten zu stehen. Wer da nicht rasant beschleunigt, erzeugt hinter sich hochrote Köpfe. Ob die Köpfe „Grüner wird´s nicht!“ oder etwas anderes brüllen, ist nur zu vermuten.

Als Radfahrer ist man da naturgemäß gelassener. Da käme man nie auf die Idee, zu spurten wie ein Verrückter, nur um vor einer Ampel scharf bremsen zu müssen. Man spürt halt die Energieverschwendung ganz direkt und muß auch direkt dafür bezahlen. Entweder weil man unnötig schwitzend im Büro ankommt oder weil man auf einer längeren Tour mit seiner Energie schlicht haushalten muß, um überhaupt nachhause zu kommen. Als Autofahrer reicht es völlig, im Kollegenkreis über die Spritpreise, die Regierung, Donald Trump und die Schummeleien der Autohersteller zu granteln. Und über die Werkstatt, die schon wieder eine saftige Rechnung gestellt hat. Daß der Bremsenverschleiß und der Verbrauch direkt mit dem nervösen rechten Fuß zusammenhängen, spürt man eben anders als ein Radfahrer nicht direkt…

Aber auch Radfahrern wird manchmal ganz schön grün. Man könnte fast schon an eine Verschwörungstheorie glauben, so oft wie hier in der letzten Zeit grüne Räder auftauchen. Aber warum auch nicht, Grün ist eine durchaus schöne und empfehlenswerte Farbe und es sind ja nicht alle Räder gleichgrün. Da gibt es dunkelgrün metallic, mittelgrün metallic, grüne Lasur über Silber und hier nun Lime Frog.

Es sind auch nicht alle Räder gleichgroß. Die Laufradgröße ist hier 650B, etwas kleiner als 28″. Für nicht allzu große Rahmen ist das perfekt. Manchmal wird 650B als die ideale Laufradgröße für Randonneure bezeichnet, aber ich würde das immer von der Körpergröße abhängig machen. Bei sehr kleinen oder großen Rahmen ist es eben nicht mehr ideal. Da sollte man schon einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen, wie es immer so schön heißt. Das gilt auch für die Komponenten, die zueinander passen sollten. Selbstverständlich ist es auch möglich und oft sinnvoll, schon vorhandene Komponenten zu nutzen. In diesem Fall zum Beispiel die Schalter und Bremsen.

 

Mit kleiner Ortlieb Tasche hinten und Lenkertasche. Auch ein Lowrider ist vorgesehen.

Etwas Spezielles ist die Halterung für den Klickfix Lenkeradapter. Üblicherweise wird das Kabel um Lenker und Vorbau herumgeführt, was immer zu Lackmacken führt. Hier sorgt ein Röhrchen aus rostfreiem Material für die sichere Befestigung.

Unter der grünen Lasur sind die Schweißnähte schön zu sehen.

Alle Züge und die Lichtkabel sind innen verlegt.

Die Übersetzung ist mit maximal 36 Zähnen hinten und 34/44 Zähnen vorne für Touren und auch steilere Anstiege ausgelegt.

Die mechanischen Scheibenbremsen sind verläßlich und funktionell.

Der Gepäckträger bietet die kombinierten Befestigungspunkte für große und kleine Ortlieb Taschen.

Ach, bevor ich es vergesse: Das nächste Rad wird blau. 🙂

Viele Grüße,

Georg Blaschke

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Mutig Mutig

Es gibt ja Dinge, die man tunlichst vermeiden sollte. Ein Wechsel der Kette am Vorabend vor einer wichtigen Veranstaltung gehört zum Beispiel dazu. Die Chance, das die neue Kette dann mit dem schon benutzen Ritzel oder Zahnkranz nicht funktioniert und überspringt, ist einfach zu groß. Erst recht sollte man natürlich kein neues und unerprobtes Rad für ein Rennen oder eine wichtige Veranstaltung einsetzen. Und dann noch mit nagelneuem Ledersattel? Tja, meine Kunden sind leider notorisch mutig und machen es regelmäßig trotzdem. Der grüne Randonneur von neulich ging direkt am Folgetag auf ein Brevet, bei dem gefühlt die von mir bisher im Jahr gefahrenen Kilometer an einem Tag abgehandelt wurden. Der dunkelgrüne Randonneur von diesem Wochenende wurde direkt nach Hause in das schöne Thüringen geradelt, auch das sind gut dreistellige Kilometer. Dieses Vertrauen macht mich sehr stolz, aber immer auch etwas nervös. Zum Glück bin ich bei der Montage sowieso äußerst pingelig, anders geht es nicht.

Ach, Sie kennen den dunkegrünen Randonneur von diesem Wochenende noch gar nicht? Dann soll sich das ändern, es geht um das Rad mit der Glückszahl 17. Das ist nämlich doch noch mal fertig geworden und mittlerweile zuhause angekommen.

Hier ein paar Bilder. Erst einmal ein ganz normaler Randonneur, allerdings mit ein paar Besonderheiten. 🙂

Die Frontlampe ist hängend unter dem Vorbau angebracht, die Lichtkabel verlaufen innen im Gabelschaft.

Da jedes Rad bei mir ein Einzelstück ist, sind Sonderwünsche generell machbar. So wie hier die Initialen am Sitzrohr und auch eine spezielle Gestaltung der Sattelmuffe mit Sitzrohrmüffchen. In der Sonne sieht das Dunkelgrün Metallic besonders schön aus. Übrigens eine alte Porsche-Farbe.

Auch der Gepäckträger weist eine Besonderheit auf: Zwei Klemmbereiche für Ortlieb Satteltaschen, so daß man hinten je nach Bedarf Back- und Frontroller fahren kann.

Der Lowrider ist für die kleineren Frontroller ausgelegt.

Endlich habe ich mal daran gedacht, die Montage der Kleinteile für einen steckerlosen SON Nabendynamo zu fotografieren. Auch dort sind wie bei mir üblich die Kontaktflächen lackfrei in rostfreiem Stahl ausgeführt.

Und so sieht die Außenseite aus.

Fast hätte ich es vergessen. 🙂 Das Rad schaltet mit einer Rohbox. 🙂

Viele Grüße,

Georg Blaschke

 

P.S. Es haben mich auch Bilder von der Heimfahrt erreicht:

 

Die Firma Rockenstein kennen viele meiner Räder, bevor sie überhaupt das erste Mal gefahren werden. 🙂

Dazu der Kommentar:

„Hallo Herr Blaschke,

hier noch ein paar höherwertige Bilder von unterwegs inkl. einem „Spezialbild“. 🙂 Das Rad macht immer noch Spaß, würde es bei Verlust genauso nochmal bauen lassen. Läuft sehr gut und ist doch noch gut wendig, so wie ich es wollte. Der Sattel ist übrigens für einen uneingefahrenen Ledersattel sehr bequem.“

Mehr kann ich mir nicht wünschen…

Viele Grüße,

Georg Blaschke

Froschwanderung

Nun, einen ausgewachsenen Randonneur mit Fröschen in Verbindung zu bringen könnte man schon despektierlich nennen. Aber erstens kann man momentan zum Beispiel bei einer Radtour diese Tierchen allerorten hören. Zweitens haben Umfragen ergeben, daß 84 Prozent aller Laubfrösche von der Farbe des vorzustellenden Randonneurs begeistert sind und drittens sind es bei den Grasfröschen sogar sagenhafte 96 Prozent.

Auch wenn damit klar sein sollte, daß mir die Farbe gut gefällt: So ein Fahrrad hat ja auch innere Werte. Über den Rahmen brauche ich wahrscheinlich gar nicht viele Worte zu verlieren: Alles, was ein Randonneur bieten sollte, ist vorhanden, auch Gepäckträger und Lowrider sind vorgesehen. Teil des Systems ist ein vorderer Gepäckträger aus rostfreiem Stahl, an dem auch die Lampe montiert ist und der eine wunderschöne vordere Gepäcktasche aufnimmt. Von der ich leider kein Bild habe, aber vielleicht ändert sich das noch. Das Sitzrohr ist aus rostfreiem Stahl, die Geometrie mit horizontalem Oberrohr und gebogener Gabel ist gewollt traditionell.

Geschaltet wird elektrisch mit der neuen Shimano Ultegra DI2. Manche empfinden das als Widespruch an so einem klassisch anmutenden Rad, aber ich sehe das nicht so. Ich baue ja keine Räder für ein Museum, sondern für die Leute, die gut und gerne damit fahren sollen. Dazu gehört für mich, sinnvolle Technik zu verwenden. Das muß nicht immer der letzte Schrei sein: Ein guter Stahlrahmen ist nach wie vor ein tolles Stück Technik. Ein aktueller Carbonrahmen ist sicherlich leichter, aber bietet für seinen Nutzer in der Summe seiner Eigenschaften nicht unbedingt mehr Nutzen. Bei der DI2 ist definitiv gegeben, daß sie gut funktioniert, für mich die wichtigste Eigenschaft. Sie ist hier mit einem hinteren größten Ritzel mit 36 Zähnen kombiniert, damit deckt die Übersetzung einen sehr großen Umfang ab, nicht unwichtig für ein ausgesprochenes Touren- und Langstreckenrad.

Der früher unter dem Vorbau platzierte Connector sitzt jetzt viel besser aufgehoben im Lenkerende. Dort wird auch einfach mit USB aufgeladen.

 

Zur Langstreckentauglichkeit gehört bei einem Randonneur natürlich auch eine solide Lichtanlage. Ein guter Nabendynamo und LED-Lampen vorne wie hinten sind ja zum Glück mittlerweile Stand der Technik.

Bei diesem Rad ist als Besonderheit noch der Anschluß eines USB-Laders vorgesehen. Der steckt dann in der Tasche auf dem vorderen Gepäckträger und wird bei Bedarf einfach eingesteckt. Hier zu sehen sind die vorbereiteten Stecker:

Noch ein paar Bilder:

Die Lackierung stammt übrigens von Gerrit Hardtke alias CycleArt Berlin.

Noch mehr vom Rad zu sehen gibt es auf meiner website.

 

Viele Grüße,

Georg Blaschke

 

Meine Glückszahl ist die 17

Man fällt ja doch immer wieder auf Werbung rein. Beziehungsweise Werbung fällt auf, wenn sie ihren Zweck erfüllen soll, mag man sie auch für noch so affig halten. In der letzten Zeit fällt mir immer wieder Werbung von Lotto auf, in der Leute ihre Glückszahl vorstellen. Pech natürlich, daß man schon ein paar Glückszahlen mehr braucht, um abzuräumen.

Es ist nicht so, daß ich nie Lotto gespielt hätte. Mitte der 90er Jahre habe ich es zwei mal versucht. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, kam damals der sich ständig vergrößernde Jackpot auf und stand irgendwann bei über 40 Millionen DM. Als Student hätte ich das Geld gut gebrauchen können, wurde allerdings bitterlich enttäuscht und mußte daraufhin weiterhin so spannende Dinge wie Fördertechnik oder Steuerungs-und Regelungstechnik in mich hineinlernen. Damals hätte Lotto ganz ohne teure Werbung die Möglichkeit gehabt, mich zum lebenslang dankbaren Anhänger des Lottospiels zu gewinnen. Zwei mal schnöde abgewiesen läßt mich heute die Werbung völlig kalt. Und wenn mir 49 Glückszahlen empfohlen werden…

Der Bau von Fahrrädern hat ganz anders als das Lottospiel nicht viel mit Glück zu tun. Vor allem mit Arbeit, daneben aber auch mit umsetzbaren Ideen und guter Planung. Der Bau des Rahmens ist nicht die eigentliche Hürde, das erscheint nur nach außen so. Jeder passable Handwerker könnte nach einiger Übung einen vernünftigen Rahmen bauen. Auch gute Ideen gibt es viele, aber da wird es schon knackiger: Sind die Ideen technisch sinnvoll umsetzbar? Ich hatte immer schon den Vorteil, umsetzbare technische Lösungen praktisch aus dem Ärmel schütteln zu können und konnte das in meinen dreizehn Jahren in der Entwicklung bei SRAM perfektionieren. Die gute Planung halte ich aber für das Wichtigste: Jeder, der bei mir ein Rad bestellt hat, hat mehr oder weniger wörtlich zu hören bekommen: „Wir machen Entwürfe und Änderungen, bis alles paßt, erst dann wird gebaut.“ Ich meine das ernst. Es ist klar, daß alles möglichst schnell gehen soll, wenn man sich dazu durchgerungen hat, ein Rad zu bestellen. Um so nerviger ist dann das Warten, bis es endlich losgeht mit dem Bau. Aber die Zeit bis zum Bau ist eigentlich die wichtigere, hier werden die Entscheidungen getroffen.

Aktuell baue ich ein Rad, für das ich siebzehn Entwürfe gemacht habe. Ja, 17. Das ist mein Rekord und ja, lieber siebzehn Entwürfe machen als das falsche Rad zu bauen. Allerdings wären im Nachhinein nicht so viele Schleifen nötig gewesen: Bei der Sattelposition sind wir zu lange davon ausgegangen, daß ein Rad des Kunden die angegebenen 73° Sitzrohrwinkel auch wirklich hat. Erst ein Nachmessen hat dann ergeben, daß es nur 71,2° waren. Das hat dann alle Widersprüche erklärt und danach war es ein Kinderspiel. Also: Dranbleiben, bis alles paßt!

Das ist schon ein Luxus, so arbeiten zu können. Wobei: Luxus ist das falsche Wort. Mir sitzen natürlich längst die nächsten Kunden im Nacken, die auch gerne mal an die Reihe kämen. Und auch für die ist es nicht leicht, warten zu müssen. Aber was passiert, wenn man den Eröffnungstermin für das Wichtigste hält, sehen wir an dem schönen neuen Hauptstadtflughafen, der bekanntlich 2012 eröffnet wurde. Übertragen auf das Fahrrad wäre es in etwa so, als würde ich Ihnen ein Fahrrad versprechen: Das Ihnen viel zu klein ist. Das keine Beleuchtung hat, auch wenn Sie damit gerne in der Dunkelheit fahren würden. Das schon jetzt die Luft nicht hält, die Schläuche aber nicht flickbar sind und auch eine sonst unbekannte Sondergröße aufweisen. Das Sie schon zwei mal voll bezahlt haben und das Sie auch 2020 nicht geliefert bekommen werden. Gut, daß die Gebrüder Wright als erfahrene Fahrradbauer nicht auf einen Flughafen warteten, bevor sie ein funktionierendes Flugzeug gebaut haben…

Auf meiner website gibt es mehr vom Rad und dessen Entstehung zu sehen:

Viele Grüße,

Georg Blaschke

Warnwesten

Neulich gab es in der Süddeutschen Zeitung einen Artikel über den Warnwestenwahnsinn. Er ist als Glosse und Stilkritik gekennzeichnet und deshalb nicht ganz ernst zu nehmen. Trotzdem weißt er darauf hin, daß letztlich eine Übertragung der Sicherheit in die Verantwortung des Einzelnen stattfindet, der bitte schön durch das Tragen einer Warnweste für seine Sicherheit zu sorgen hat.

Leider ist viel Wahres dran. Erstens ist eine Warnweste keineswegs besonders stilvoll, sondern läßt einen tatsächlich eher affig aussehen. Zweitens kann man wirklich fragen, ob es nötig ist, daß jeder jetzt Warnweste trägt und ganze Schulklassen damit ausgestattet werden. Wer regelmäßig als Verkehrsteilnehmer niederer Ordnung, Radfahrer oder Fußgänger, unterwegs ist, kennt allerdings die Antwort: Es ist nötig. Man wird oft schlicht nicht gesehen, trotz Beleuchtung. Auf den Autofahrer, der einem in die Vorfahrtstraße einbiegend die Vorfahrt nimmt, hat man sich ja längst eingestellt. Aber ob man von dem gesehen wird, der sich von hinten so schnell nähert? Da kann man sich nicht sicher sein. Als Radfahrer kann man ja gut in die Autos gucken und sieht oft genug, daß in der Hand des Fahrers ein Smartphone leuchtet…

Als meine Kinder noch zur Grundschule gingen, stand ich regelmäßig morgens als sogenanter Schulweghelfer an der einzigen Ampel Geldersheims. Natürlich mit Warnweste und sogar reflekierender Kelle. Auch da kann man sich fragen, ob das nötig ist, schließlich steht man da an einer Fußgängerampel und sorgt lediglich dafür, daß die Kinder während er Grünphase sicher über die Straße kommen. Aber ausnahmslos jeder der Schulweghelfer, mit denen ich gesprochen habe, kann von Fällen berichten, in denen ein Autofahrer das Rotlicht einfach überfahren hat. Von den üblichen regelmäßigen Rasern abgesehen. Da wäre nicht zwangsläufig etwas passiert: Die Kinder verhielten sich meist vorbildlich und haben gut aufgepaßt. Vorbildlich haben sich übrigens auch die damals noch in größerer Zahl in Schweinfurt lebenden Amerikaner verhalten. Da gab es nicht einen einzigen, der die Schule nicht mit deutlich verminderter Geschwindigkeit passiert hätte. Daran darf man sich ruhig mal erinnern in Zeiten, die man meist nur mit dem twitternden Ober-Amerikaner verbindet.

Inwieweit man sich reflektierend ausstatten möchte, muß nach wie vor jeder selbst entscheiden. Sicherheit war in diesem Sinne immer schon eine sehr persönliche Verantwortung. Das wird sich vielleicht mal irgendwann ändern, wenn alle Autos automatisiert unterwegs sind. Sollte das verläßlich funktionieren, wäre das tatsächlich eine deutliche Verbesserung. Aber bis dahin kann es meiner Meinung nach nicht schaden, sich sichtbar zu machen.

Eine Gute und eine Schlechte Nachricht

Ich hatte neulich schöne Bilder eines Kunden gezeigt. Leider gibt es dazu eine Schlechte Nachricht: Nein, man kann nicht immer an einem wunderbaren Oktobertag in malerischer Umgebung radfahren. Aber es gibt in diesen undankbaren Zeiten Hoffnung und eine Gute Nachricht: Mit dem passenden Fahrrad wird selbst der November schön!

Die folgenden Bilder sind an einem trüben Tag aufgenommen und zeigen schon als Foto, daß die Farbe sehr aufhellend wirkt. Nicht nur auf die Umgebung, auch auf das Gemüt.

Der Rest ist für regelmäßige Leser selbsterklärend und für alle anderen schnell runtergerattert: Rohloff mit Rennlenker und natürlich Rohbox, hydraulische Scheibenbremsen, maßgefertigter Gepäckträger, schwarz beschichtete Gilles Berthoud Schutzbleche, innenverlegte Züge, Compass Reifen und nicht zu vergessen: Ein gehöriges Maß an Liebe und Sorgfalt bei Herstellung der Teile und beim Aufbau.

Aber nun die Bilder:

 

Spezielle Ausfallenden mit Kupplungen für einen BobJak Anhänger. Man ist dadurch unabhängig vom Schnellspanner.

 

Der maßgefertigte Gepäckträger hat rostfreie Bereiche zum Einhängen der Packtaschen. Das Batterierücklicht ist fest montiert.

Der Schriftzug auf dem Unterrohr ist in rostfreiem Stahl ausgeführt.

Hier schön zu sehen die Seileinläufe für die Züge, die in drei rostfreien Röhrchen im Unterrohr laufen.

Befestigungspunkte vorne unter dem Oberrohr. Bei diesem Rad werden sie für den Akku einer Lupine Frontlampe genutzt werden. Auch für verschiedene Taschen und Schloßhalter kann das sinnvoll sein.

Die Zugausgänge der Schaltzüge vor dem Tretlager.

Übrigens hat sich der Kunde schon gemeldet: Er möchte die Reifen wieder herunternehmen. Nicht, weil sie im nicht gefallen, ganz im Gegenteil. Er möchte herausfinden, ob es an den Reifen liegt, daß das Rad so gut fährt. 🙂 Ich vermute mal, daß jedes Teil seinen Beitrag dazu leistet. Es gibt nicht das eine Teil, daß aus einem mittelmäßigen Rad einen Überflieger macht. Andersherum gilt dasselbe. Allerdings sind die Compass Reifen tatsächlich sehr gut und bieten durch ihre dünnwandige und flexible Karkasse auch dann viel Komfort und Bodenhaftung, wenn sie mit höherem Druck gefahren werden. Ich tue mich immer schwer, für Verschleißteile viel Geld auszugeben und die Compass Reifen sind nicht die günstigsten. Andererseits sind gute Reifen sicherlich sehr wichtige Komponenten für das Fahrverhalten und die Qualität ist hier deutlich eher spürbar als bei einer Sattelstütze. Insofern eine gute Investition. Zumal man die Reifen mittlerweile nicht mehr aus den USA bestellen muß, sondern in Berlin bei Dailybreadcycles fündig wird.

Viele Grüße,

Georg Blaschke

Wer hat an der Uhr gedreht?

Das müßte man können, so einfach an der Uhr drehen. Dann würde ich die Uhr flugs auf Mitte Oktober stellen und zum Starnberger See fahren. Von dort sind nämlich die folgenden Bilder. Als ich gestern eine Runde gedreht habe, war es knapp über Null, es gab runde 200 Meter Sicht und der Nebel hat mich auch noch schön durchfeuchtet. Dazu sind durch die Rübenernte auch die Straßen noch stellenweise glatt. Aber was soll´s. Fahrradfahren ist letztlich auch bei widrigen Verhältnissen besser als Nicht Fahrradfahren. Das merkt man erst so richtig, wenn man mal ein paar Wochen aussetzen mußte.

Warm wird man dann zuhause wieder, wenn man dann schöne emails bekommt:

„Was ich mir dann unterwegs so gedacht habe: es ist einfach total angenehm, wenn man sich über das Fahrrad einfach gar keine Gedanken machen muss, und man wie selbstverständlich davon ausgehen kann, dass mit dem Fahrrad alles bestens läuft. Nicht mal die kleinste Unwucht in den Felgen. Und immer sehr komfortabel. Zudem ist das ja nicht nur auf dieser Tour so gewesen, sondern auch beim Pendeln zur Arbeit. Dafür einfach mal ein Dankeschön.

Hier unten paar Bilder dazu, leider nur vom Handy.“
Übrigens fehlt bei diesem Rad etwas, wenn man es mit dem Auslieferungszustand auf der website vergleicht: Der Drehgriff am rechten Lenkerende. Der wurde mittlerweile durch eine Rohbox ersetzt.
Letztlich war es dieses Rad und sein Fahrer, die mich dazu angeregt haben, eine bessere Lösung zu finden. Dafür und natürlich für die Bilder Vielen Dank!
Viele Grüße,
Georg Blaschke