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Schlimm, wenn die Sonne scheint

Tja, eigentlich sollte man sich ja über die Sonne freuen. Erst recht in diesem Jahr, in dem sie meiner Meinung nach durchaus etwas beständiger scheinen könnte. Für viele Tätigkeiten, zum Beispiel das Radfahren, hat Sonnenschein ja erhebliche Vorteile. Vor allem, wenn man ihn mit Starkregen und Hagel vergleicht.

Aber wenn es darum geht, ein Fahrrad zu photografieren, kann direkter Sonnenschein je nach Farbe auch Nachteile haben. Gerade bei Metallicfarbtönen wie in diesem Fall ist das oft so. Aber ich will nicht jammern. Und irgendwann wird auch mal der Ausbau der Werkstatt fertig sein, dann werde ich Fahrräder auch unter dem Werkstattdach fotographieren können. Wobei ich es in der Umwelt eigentlich schöner finde. Das ist der Lebensraum eines Fahrrades, da gehört es hin.

Wie auch immer, Bilder müssen her, denn rein mit der Beschreibung kann man nicht viel anfangen. Das fängt ja mit dem Namen an. Mir fällt es immer schwer, Fahrrädern Namen zu geben. Diesen Radtyp baue ich schon seit Jahren, üblicherweise nenne ich ihn Tourenrennrad. Mittlerweile ist er in Mode und wird gern Gravelracer oder -bike genannt. Eigentlich ist das egal. Wichtig ist, daß man die rennradtypischen Vorteile nutzt, ohne die Nachteile zu haben, die das Fahren eines Vollblutrenners mit sich bringt. Man könnte auch sagen, der Lebensraum dieses Rades ist schlicht größer.

Die Sitzpositon ist etwas entspannter als bei einem üblichen Rennrad, ohne daß das Rad großartig weniger sportlich fährt. Man muß ja nicht mit dem letzten Quentchen Windwiderstand kämpfen und möchte auch nach einer längeren Tour noch absteigen können, ohne daß der Rücken schmerzt.

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Der Gepäckträger macht das Rad auch tauglich für Wochenendtouren.

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Die Kettenstrebe aus rostfreiem Stahl sorgt auch auf ruppigeren Wegen dafür, daß es durch die Kette keine Macken gibt. Die heutigen Übersetzungen erlauben die breite Gangspreizung früher üblicher Dreifach-Kettenblätter mit zwei Kettenblättern vorne.

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Ein passend angefertigter Vorbau, kommt ohne Spacerturm aus.

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Ein solides Schloß ist keine Schönheit und kein Leichtgewicht. Aber es bleibt Ihr Rad. Das ist besonders wichtig, wenn das Rad auch für die Fahrt zur Arbeit genutzt werden soll. Es ergibt sich ja doch immer wieder die Notwendigkeit, noch kurz in einen Laden zu springen…

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Auch die zweiseitig nutzbaren Pedale erweitern das Spektrum.

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Scheibenbremsen vorne wie hinten machen größere Reifendurchmesser bei optimaler Bremsleistung erst möglich.

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Der hintere Bremszug verläuft im Edelstahlröhrchen im Unterrohr.

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Muß ich noch dazuschreiben, daß auch ein Ständer eine nützliche Sache sein kann?

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Die Einstellschrauben der Rohbox machen auch hier eine gute Figur. Es gibt sonst keine schönen schwarzen Einstellschrauben. Zudem sind sie leicht, weil sie aus hochfestem 7075er Aluminium gedreht sind. Für den Einsatz am Rahmen sind sie hier mit rostfreien Federchen versehen, die das selbsttätige Verdrehen verhindern.

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Viele Grüße,

Georg Blaschke

Rohbox News

Es gibt mal wieder etwas Neues von der Rohbox zu berichten.

Erstens gibt es jetzt silberne und schwarze Gehäusedeckel aus Aluminium. Das macht die Rohbox nicht nur hübscher, sondern auch 20 Gramm leichter.

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Zweitens bin ich von Robin Thorn (Thorn Cycles) auf zwei interessante Schalter für die Rohbox hingewiesen worden.

Erstens einen als Schalter benutzten Bremshebel von DiaCompe, der auch von den Bremshebeln eines Rennlenkers aus zu bedienen ist:

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Das Bild zeigt Robins eigenes Rad. Er benutzt Bremsseile zum Schalten. Die passen so gerade durch die Bauteile der Rohbox, aber ich würde die Verwendung von normalen Schaltseilen empfehlen. Ich habe die Hebel mittlerweile ausprobiert und sie funktionieren sehr gut. Ich werde sie komplett mit einem Adapter anbieten, der die Verwendung von Schaltseilen erlaubt.

Zweitens gibt es auch wieder von DiaCompe Lenkerendschalthebel, die ohne jede Änderung gut für die Rohbox zu verwenden sind. Auch das habe ich ausprobiert, man muß lediglich die Reibungsbremse so leichtgängig einstellen, daß sie fast nicht wirkt. Auch diese Hebel können in schwarz oder silber über mich bezogen werden.

Beide Hebel können auch eine gute Lösung für Spezialräder wie Liegeräder darstellen. Oder zum Beispiel die Verwendung von Tektro Scheibenbremsen am Rennlenker erlauben.

Drittens gibt es einen Langzeitbericht zur Rohbox in einem australischen blog. Abgesehen von diesem Beitrag ist der gesamte blog sehr lesenswert, auf jeden Fall für Fahrrad- und Technikverrückte. Ich weiß, Verrückte gibt es unter meinen Lesern nicht. Aber leiten Sie es doch weiter an die, die Sie sicherlich kennen. Schließlich ist die Fahrradwelt voll davon.🙂

Viele Grüße,

Georg Blaschke

Der Fahrradminister warnt

Tja, es warnt natürlich kein Fahrradminister, weil es einen solchen gar nicht gibt. Schade eigentlich. Es gibt einen Verkehrsminister, aber der kümmert sich scheinbar hauptsächlich darum, ein Mautsystem so kompliziert zu gestalten, daß es nicht durchführbar ist.

Die Hauptaufgaben eines Fahrradministers lägen sicherlich darin, das Radfahren angenehmer und sicherer zu machen und dadurch mehr Menschen dazu zu bewegen, ihre üblichen Wege mit dem Rad zurückzulegen. Aber er könnte auch Warnungen aussprechen: Bitte halten Sie sich von Fahrzeugen fern, deren Abgasreinigung nicht funktioniert. Bitte halten Sie sich von Fahrzeugen fern, deren Fahrer gerade einem sozialen Netzwerk ihrer Wahl ihre Erlebnisse berichten. Bitte gehen Sie nicht mit einem nagelneuen Rad auf große Tour, ohne es vorher ausgiebig zu testen.

Und damit bin ich beim Thema. Natürlich ist das eine Binsenweisheit, nichts mit auf Tour zu nehmen, was man vorher nicht ausgiebig getestet hat. Deshalb rate auch ich immer ab. Nichtsdestotrotz habe ich schon mehrere Räder gebaut, die dann direkt auf Tour gegangen sind. Und bisher ist immer alles gut gegangen. Aber man sollte es nicht ohne Not nachahmen.

Ein solches Rad ist hier neulich abgeholt worden und  war ein paar Tage später schon in Südtirol unterwegs. Gebremst wurde es aber erst auf 2100 Meter am Klammjoch, weil die Wege noch nicht schneefrei waren.🙂

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Hier das Rad etwas detaillierter und in halbwegs zivilisierter Gegend:

Federung vorne wie hinten, ein rahmenfester Gepäckträger, Rohloff Speedhub geschaltet mittels Rohbox über die Bremsschalthebel am Rennlenker, vollhydraulische Scheibenbremsen, eine hervorragende Lichtanlage, Schutzbleche und ein Ständer. Das sind schon mal günstige Randbedingungen für entspannte längere Touren.

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GEBLA-TouringSofttail54Die hintere Softtail-Federung.

GEBLA-TouringSofttail56Vorne arbeitet eine Headshok-Federung von Cannondale.

GEBLA-TouringSofttail57Das Gabelunterteil ist an ein Straßenrad in 28″ angepaßt.

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GEBLA-TouringSofttail60Aufgrund der Federung ist ein Kettenspanner nötig. Aber das ist sowiso eine gute Wahl, weil er sich im Gegensatz zu verschiebbaren Ausfallenden oder einem Tretlager-Excenter selbst nachstellt.

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Ganz schön was los ist am hinteren linken Ausfallende: Rohbox, Ständer, Schutzblech und Scheibenbremse. Bei einem ungefederten Rad würde auch noch der Gepäckträger seinen Platz finden.

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Lichtkabel und hintere Bremsleitung verlaufen im Rahmen.

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Das Rücklichtkabel läuft übrigens durch Rahmen und Gepäckträger. Damit ist es möglichst gut geschützt.

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Viele Grüße,

Georg Blaschke

 

Rechtzeitig zu Ostern

Auf meiner website ist ein neues Rad zu finden, ein Vollgefederter Randonneur. Ostern kann kommen…

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Natürlich mit Rohloff und Rohbox.🙂

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Aber keine Angst, demnächst wird es auch wieder normale Räder geben.🙂

Viele Grüße,

Georg Blaschke

 

Rohbox around the world

Als Rahmenbauer bin ich es eher gewohnt, meine Kunden zu kennen. Man arbeitet ja regelrecht zusammen. Es ist auch wichtig, sich zu kennen, damit das richtige Rad entsteht.

Bei der Rohbox sieht das mittlerweile anders aus. Da sind nun über 300 Stück unterwegs und von vielen bekomme ich gar nicht mit, was mit ihnen passiert. Manchmal aber überraschenderweise doch, im Internet bleibt eben nichts verborgen.

Hier ein youtube-Fund: Eine Rohbox hat ihren Weg an ein Calfee-Tandem gefunden. Schickes Rad!

Viele Grüße,

Georg Blaschke

It takes two…

Keine Angst, der Titel täuscht: Sie erwartet keine süßliche Nachlese des gestrigen Valentinstages. Sie haben nicht nur die wochenlange Werbung, sondern auch den Tag selbst glücklich überstanden.

Es geht eher um schnöden Rahmenbau und einen Tag, den ich am liebsten übersprungen hätte. Es passiert zum Glück selten, aber manchmal eben doch, daß man schlicht falsch mißt. Gestandene Heimwerker kennen vielleicht die böse Falle mit den ersten 10cm des Maßbandes bei einer Abstandsmessung, Metaller eher die einzurechnenden 10mm bei großen Meßschiebern. Bei mir sind es die einzurechnenden 10mm der Achsen in den unterschiedlichen Lehren zum Bau von Rahmen und Gabel.

Klar, daß es bei einer besonders aufwendigen Gabel für eine Headshok-Federung passiert. Wenn schon, denn schon. Also bauen wir halt zwei Gabeln… Beide sehr schön geworden, leider hat nur die zweite die richtige Länge.

 

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Schön zu sehen am folgenden Bild sind die unterschiedlichen Wandstärken der Gabelbeine für eine auf Scheibenbremse ausgelegte Gabel. Da, wo die Ausfallenden in die Gabelbeine eingelötet sind, sieht man um das messingfarbene Lot herum gut die halbmondförmige Stirnfläche der Gabelbeine. Auf dem Bild ist deutlich zu sehen, daß das rechte Gabelbein eine größere Wandstärke hat, um die höheren Belastungen durch die Scheibenbremse gut zu verkraften.

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An den Ausfallenden fehlen natürlich noch die gravierten Edelstahloberflächen und auch das Anlötteil für die Scheibenbremse. Kommt noch, es geht halt alles nicht so schnell, wenn man unnötigerweise gleich zwei Gabeln bauen muß…

Viele Grüße,

Georg Blaschke

Es muß nicht immer Rohbox sein…

Auch am Aschermittwoch kann der Tag gut beginnen. Zum Beispiel wenn man mit dem Rad zur Arbeit fährt, dabei frische Luft tankt und ganz nebenbei auf eine Autofahrt verzichtet. Man muß ja niemandem erzählen, daß dieser Verzicht auch noch jede Menge Spaß bereitet.

Auf meiner website habe ich den CityRacer neu vorgestellt.

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Viele Grüße,

Georg Blaschke

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