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Alles muß man selbst machen…

28. November 2018

Vor kurzem habe ich erfahren, daß die Firma Rockenstein, bei der meine Rahmen üblicherweise beschichtet wurden, die Bearbeitung von einzelnen Rahmen einstellt. Schade. Nicht nur, weil ich mir jetzt einen neuen verläßlichen Lieferanten für Pulverbeschichtungen suchen muß. Sondern auch, weil es schlicht Spaß gemacht hat, mit Alexander Rockenstein und Heike Zehner zusammenzuarbeiten.

Allerdings ist der Wechsel bei Naßlackierungen nicht ganz überraschend für mich, da ich meine Rahmen in Zukunft sowieso selbst lackieren werde. Bis zum Ende des Jahres wird die Lackierkabine einsatzbereit sein und dann kann es losgehen.

Es gibt mehrere Gründe für mich, das selbst zu machen:

Erstens gibt es nur wenige Lackierer in Deutschland, die sich auf Fahrräder spezialisiert haben. Das ist für das Ergebnis aber wichtig, da sich die Arbeitsweise doch deutlich von dem üblichen Produkt Auto unterscheidet. Am Auto gibt es große Flächen, am Fahrrad viele kleine blöde Ecken. Kaum ein Autolackierer hat darauf Lust.

Zweitens kommt dann in Zukunft alles aus einer Hand. Das ist wichtig für die Qualität, vor allem den Korrosionsschutz. Ich kann den Rahmen direkt nach dem Strahlen auch lackieren, das machen viele Lackierer nicht, falls sie überhaupt selbst strahlen. Direkt nach dem Strahlen ist Stahl extrem korrosionsanfällig. Wartet man da, entstehen die ersten Rostkeime.

Drittens gibt es zwei Transportvorgänge weniger. Es kommt ja bei guter Verpackung nicht häufig vor, aber gibt es eine Lackmacke durch den Transport, ist der Aufwand groß. Dann geht alles von vorne los.

Gute Gründe also, selbst Hand anzulegen, auch wenn es letztlich aufwendiger und teurer ist als es machen zu lassen. Aber damit sind wir wieder bei Punkt eins. Bei Pulverbeschichtungen sieht die Sache zum Glück besser aus, da gibt es mehrere Firmen, die sich auf Fahrräder spezialisiert haben und gute Arbeit abliefern.

Viele Grüße,

Georg Blaschke

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4 Kommentare
  1. Kroonpolder permalink

    Das heißt aber auch, daß die Lieferzeiten länger werden, oder? Ein Tag hat nur 24 Stunden..

    • Tja, da ist etwas daran. Andererseits wartet man auch auf eine Lackierung ein paar Wochen, wenn der Rahmen fertig ist. Mindestens. Das wird dann definitiv schneller gehen. Und man spart sich Zeit: Zwei mal Versand mit Ein- und Auspacken, Kommunikation mit dem Lackierer, im Normalfall eine Zeichnung. Es kann ja auch viel falsch laufen. „Ich hätte gerne ein schönes Rot“ funktioniert ja nicht. 🙂
      Wir werden sehen, aber ich bin guter Dinge…

      Viele Grüße,
      Georg Blaschke

  2. Micha permalink

    Moin Georg,

    find ich gut, dann kannste mein geplantes BMX gleich selber lackieren. Bitte in dem Silber, wie deines Bruders Stadtrad.

    Dein Paket ist unterwegs, lass dir die Quitten und Bergpfirsiche schmecken. Deine Orange ist klasse, danke dafür.

    Viele Grüße,

    Micha

  3. Benjamin Quest permalink

    Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (selber) 😉 …

    Andererseits, und möglicherweise längst bekannt, Velociao (http://www.velociao.com/blog/) macht offenbar Einzelstücke … wie z.B. auch dieses Rad hier http://www.klovesradeln.de/?p=6624 (nicht meins), dessen FARBE mir auch nach häufiger Betrachtung immer noch gefällt und welche mir für den geplanten Graveleur vorschwebte. (Selber) machbar? [ich nicht ;-( ]

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