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OldSchool – Vier Gewinnt

17. Mai 2013

In der Vierten Klasse geht es bei unserem OldSchool Mountainbike schon richtig zur Sache. Schließlich steht die Versetzung an. So langsam wird der Rahmen ein Rahmen.

Beim letzten Mal  waren die Hauptrohre vorbereitet worden, indem die Sitzrohrmuffe und die innenliegenden Edelstahlröhrchen eingelötet wurden. Nach dem Abwaschen des Flußmittels muß alles nachgearbeitet und peinlich gesäubert werden. Die Verbindungsstellen müssen ja metallisch blank sein. Bis alles so ist wie auf den folgenden Bildern geht knapp ein halber Tag ins Land.

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Jetzt wird es ernst und die erste Verbindung der Hauptrohre wird durch Aufpinseln von Flußmittel vorbereitet. Der Rahmen soll auftragsgelötet werden, im englischen fillet brazed genannt. Frühe Mountainbikes waren oft so gefertigt, da Muffen nur für übliche Straßenrahmen zur Verfügung standen und das WIG-Schweißen noch nicht im Stahl-Rahmenbau verbreitet war. Das relativ wenig feste Messinglot muß dazu dick aufgetragen werden, damit die Verbindung hält. Das wiederum bedingt eine hohe Zufuhr von Wärme, was die Rohre schwächt und zu Verzug führt. An normalen Verbindungsstellen bleibt das aber in einem akzeptablen Rahmen.

Wie üblich fertige ich eine Verbindung nach der anderen und lasse sie zwischendurch abkühlen, so daß sich die Wärmeausdehnung der einen Verbindung nicht auf die andere auswirkt. Es geht los mit der Verbindung des Unterrohres mit dem Steuerrohr.

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Beide Verbindungen am Steuerrohr sind fertig gelötet. Der rötliche Klecks auf der unteren Verbindung ist überschüssiges Flußmittel am Ende der Lötung. Der Lötstab ist mit Flußmittel umhüllt, so daß immer neues nachgeliefert wird.

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Die Verbindungen an der Sitzrohrmuffe und am Tretlager habe ich geschweißt. Dort wird nach dem Anbringen der Ketten- und Sattelstreben ein Auftrag mit hochprozentigem Silberlot erfolgen. Und zwar aus folgendem Grund: Ich hatte oben schon beschrieben, daß das klassische Auftragslöten relativ viel Wärme erfordert, was wiederum zu entsprechendem Verzug führt. Bei einem üblichen Tretlagergehäuse mit Gewinde ist das nicht so tragisch. Aber das hier verwendete größere Gehäuse für die eingepreßten BMX Lager ist deutlich empfindlicher und deshalb jeder Verzug tunlichst zu vermeiden, auch wenn ich das Gehäuse beim fertigen Rahmen wie bei mir üblich auf der Fräsmaschine rund ausfräsen werde. Deshalb habe ich die Variante gewählt, die bei geringstmöglichem Verzug die Optik einer Auftragslötung ergeben wird. Auch bei der Gabel werde ich später so verfahren.

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Das GEBLA Emblem auf dem Steuerrohr darf natürlich nicht fehlen.

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Und jetzt? Wer hat bisher aufgepaßt und seine Lektionen gelernt? Genau, das Flußmittel muß ab. Also ab ins Wasserbad. Und dann geht es nach den großen Ferien weiter.

Viele Grüße,

Georg Blaschke

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2 Kommentare
  1. Micha permalink

    Sehr schön, und jetzt ab in die Ferien und erhole dich gut 😉

    Gruß an die Familie,
    Micha

Trackbacks & Pingbacks

  1. Weiterführende Schule | GeorgBlaschkeBikes

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