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Eine Gute und eine Schlechte Nachricht

22. November 2017

Ich hatte neulich schöne Bilder eines Kunden gezeigt. Leider gibt es dazu eine Schlechte Nachricht: Nein, man kann nicht immer an einem wunderbaren Oktobertag in malerischer Umgebung radfahren. Aber es gibt in diesen undankbaren Zeiten Hoffnung und eine Gute Nachricht: Mit dem passenden Fahrrad wird selbst der November schön!

Die folgenden Bilder sind an einem trüben Tag aufgenommen und zeigen schon als Foto, daß die Farbe sehr aufhellend wirkt. Nicht nur auf die Umgebung, auch auf das Gemüt.

Der Rest ist für regelmäßige Leser selbsterklärend und für alle anderen schnell runtergerattert: Rohloff mit Rennlenker und natürlich Rohbox, hydraulische Scheibenbremsen, maßgefertigter Gepäckträger, schwarz beschichtete Gilles Berthoud Schutzbleche, innenverlegte Züge, Compass Reifen und nicht zu vergessen: Ein gehöriges Maß an Liebe und Sorgfalt bei Herstellung der Teile und beim Aufbau.

Aber nun die Bilder:

 

Spezielle Ausfallenden mit Kupplungen für einen BobJak Anhänger. Man ist dadurch unabhängig vom Schnellspanner.

 

Der maßgefertigte Gepäckträger hat rostfreie Bereiche zum Einhängen der Packtaschen. Das Batterierücklicht ist fest montiert.

Der Schriftzug auf dem Unterrohr ist in rostfreiem Stahl ausgeführt.

Hier schön zu sehen die Seileinläufe für die Züge, die in drei rostfreien Röhrchen im Unterrohr laufen.

Befestigungspunkte vorne unter dem Oberrohr. Bei diesem Rad werden sie für den Akku einer Lupine Frontlampe genutzt werden. Auch für verschiedene Taschen und Schloßhalter kann das sinnvoll sein.

Die Zugausgänge der Schaltzüge vor dem Tretlager.

Übrigens hat sich der Kunde schon gemeldet: Er möchte die Reifen wieder herunternehmen. Nicht, weil sie im nicht gefallen, ganz im Gegenteil. Er möchte herausfinden, ob es an den Reifen liegt, daß das Rad so gut fährt. 🙂 Ich vermute mal, daß jedes Teil seinen Beitrag dazu leistet. Es gibt nicht das eine Teil, daß aus einem mittelmäßigen Rad einen Überflieger macht. Andersherum gilt dasselbe. Allerdings sind die Compass Reifen tatsächlich sehr gut und bieten durch ihre dünnwandige und flexible Karkasse auch dann viel Komfort und Bodenhaftung, wenn sie mit höherem Druck gefahren werden. Ich tue mich immer schwer, für Verschleißteile viel Geld auszugeben und die Compass Reifen sind nicht die günstigsten. Andererseits sind gute Reifen sicherlich sehr wichtige Komponenten für das Fahrverhalten und die Qualität ist hier deutlich eher spürbar als bei einer Sattelstütze. Insofern eine gute Investition. Zumal man die Reifen mittlerweile nicht mehr aus den USA bestellen muß, sondern in Berlin bei Dailybreadcycles fündig wird.

Viele Grüße,

Georg Blaschke

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16 Kommentare
  1. Berthold Bless permalink

    Auch ein sehr schönes Rad; aber bezahlt man den leichten Lauf der Reifen evtl. mit erhöhter Pannenanfälligkeit? Und was halten Sie von tubeless, wovon in letzter Zeit soviel die Rede ist?
    Viele Grüße
    Berthold Bless

    • Zur Pannenanfälligkeit kann ich noch nicht viel sagen, das wird erst die Erfahrung zeigen. Sicherlich wird sie nicht auf Marathon Plus Niveau liegen, aber das brauchen eigentlich auch nur Leute, die regelmäßig durch scherben- oder dornenverseuchte Gegenden fahren. Dafür fährt sich ein Marathon Plus auch nicht besonders geschmeidig. In den letzten Jahren waren meine Favoriten deshalb auch eher Marathon Racer oder Supreme, die bei deutlich geringerem Gewicht Komfort mit für den Durchschnitt ausreichendem Pannenschutz kombiniert haben. Wie die Compass Reifen da abschneiden, muß sich noch zeigen. Im Bicycle Quarterly Magazin werden sie ja über den Klee gelobt, aber die überschwenglichen Wertungen für eigene Produkte dort sind meiner Meinung nach nur mit Vorsicht zu genießen. 🙂
      Tubeless sehe ich eher als MTB-Anwendung. Dort kommt der große Vorteil zum Tragen, daß auch bei wenig Luft Durchschläge nicht zu Platten führen. Spielt dieser Vorteil keine Rolle, überwiegen für mich die Nachteile.

      Viele Grüße,
      Georg Blaschke

      • Peter permalink

        Hallo Georg, mal ein Update zur Pannenstatistik: Die Reifen haben jetzt auch die Fahrt durch die Stadt nach Silvester durch Dreck und Scherben – man sieht nicht alle – überlebt.
        Durch das „sparsame Profil“ sammeln die Reifen auch wenig „Dreck“ auf.

        Gruß Peter

      • Hallo Peter,

        das hört sich doch gut an. Müssen sie nur noch die Scherben der Karnevalszeit überleben… 🙂

        Viele Grüße,
        Georg

  2. Berthold Bless permalink

    Vielen Dank für die schnelle Antwort!
    Ich habe es so verstanden, dass durch tubeless , durch die Dichtmilch, das Pannenrisiko vermindert wird, und das wäre ja dann bei solchen Reifen wie den Compass von Vorteil.
    Mit freundlichen Grüßen
    Berthold Bless

    • Das ist richtig, aber die Dichtmilch schafft ihre eigenen Probleme. Sie hält nicht ewig und dichtet Löcher auch nur bis zu einer gewissen Größe. Und wenn man an einem Tubeless Laufrad mit Dichtmilch den Reifen abmontieren muß, wird es äußerst unangenehm. Erst recht am Straßenrand…

      Viele Grüße,
      Georg Blaschke

  3. Raphael Angehrn permalink

    Eigentlich ist es hier immer das selbe: Einfach ein unglaublich schönes Rad! Danke…

    • Deshalb bemühe ich mich immer, etwas dazu zu schreiben. Dann ist es nicht ganz so eintönig. 🙂

      Viele Grüße,
      Georg Blaschke

      • Steffen Dietze permalink

        Wird halt Zeit, dass mal wieder ein langweiliges, dunkel lackiertes und auch sonst leicht (aber wirklich nur leicht) vom „Blaschke-Stil“ abweichendes Rad an die Reihe kommt. Das spart dann viel Text. 😉

        Ich finde übrigens, dass die Reifen von allen Komponenten tatsächlich einen überproportionalen Anteil am Fahrgefühl haben. Den einen tollen Reifen für alles gibt es aber leider nicht.

        Gibt es eigentlich einen technischen Grund, warum GEBLA-Räder fast ausschließlich silberne Speichen haben?

        Grüße
        Steffen

      • Da haben Sie Recht! Deshalb habe ich einen großen Teil des Freitages damit verbracht, drei Edelstahlröhrchen in einem 35mm Unterrohr unterzubringen. Dann wird das nächste Rad nicht so langweilig. 🙂

        Silberne oder schwarze Speichen sind Geschmackssache. Allerdings finde ich schwarze Speichen passender für Systemlaufräder und vor allem MTBs. Aus diesen Bereichen kommen sie ja auch. Beim Mountainbike hat man sowiso keine Zeit, mal nach unten zu blicken und sich die im Sonnenlicht blitzenden Speichen anzusehen.

        Viele Grüße,
        Georg Blaschke

  4. Christoph Dalke permalink

    Wenn sie weiter solche posts schreiben, bestelle ich am Ende noch ein Rad. Sieht bestens gelungen aus! 🙂

    • Gott bewahre, das wäre schlimm. Allerdings kann ich auch nicht einfach aufhören zu schreiben, sonst wären die Räder zu eintönig. Ein klassisches Dilemma. Das kleinere Übel wäre aber doch, wenn Sie ein Rad bestellten. 🙂

      Viele Grüße,
      Georg Blaschke

      • Benjamin Quest permalink

        Ich habe hier ja noch kein einziges eintöniges Rad gesehen … was nicht heißen soll, dass die Texte dazu nicht oft ebenso spannend wären.

  5. Peter permalink

    Hallo Georg,

    es ist ganz einfach so, Du hast es einfach drauf!

    Was die Reifen ausmachen, sage ich Dir sobald ich zum Wechseln komme.
    Zur Pannenanfälligkeit kann ich dann – als Stadtvielfahrer – auch was sagen.
    Die Reifen passen aber ins Gesamtkonzept. Super Rad, super Reifen.
    Im Moment werden alle anderen Fahrräder nicht mehr bewegt und sind ein bisschen eifersüchtig.
    Die Farbe fällt angenehm auf. Ich wurde die letzen Tage so oft angesprochen, wie schon lange nicht mehr.

    leuchtende Grüße

    Peter

  6. Hallo Peter,

    es freut mich, daß alles gut klappt. Möglichst beim Fahren aber nicht nur auf das Rad, sondern auch auf den Verkehr achten. 🙂

    Viele Grüße,
    Georg

  7. Adalbert Michelic permalink

    Ich schliesse mich meinen Vorredner an: einfach ein schoenes Rad. Sieht sehr stimmig aus. Darum schaue ich mir auch so gerne hin und wieder mal alle alten Raeder an – weil sie mir einfach gut gefallen. So ein Rad haette ich auch gerne in meiner Garage 🙂

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